Alexander Zverev ist bei ATP-Turnier in Rom im Halbfinale ausgeschieden.

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Zverev verliert im Rom-Halbfinale gegen Tsitsipas

Stand: 14.05.2022, 22:45 Uhr

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat den Final-Einzug beim Sandplatz-Turnier in Rom verpasst. Iga Swiatek ist dagegen weiter nicht zu stoppen und zieht ins Finale ein.

Der 25-jährige Zverev verlor im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 6:4, 3:6, 3:6 in gut zweineinhalb Stunden. Der Weltranglisten-Fünfte Tsitsipas trifft am Sonntag im Endspiel bei dem Masters-1000-Turnier in Italien auf den Serben Novak Djokovic. Djokovic gewann sein Halbfinale gegen den Norweger Casper Ruud mit 6:4, 6:3.

Entscheidendes Break im dritten Satz

Der Weltranglisten-Dritte Zverev erwischte im zwölften Duell gegen den zwei Plätze schlechter eingestuften Tsitsipas einen guten Start, gewann den ersten Satz. Doch im zweiten Durchgang kam der 23 Jahre alte Grieche immer besser ins Spiel, Zverev leistete sich dagegen zu viele Fehler. Im dritten Satz gelang Tsitsipas das entscheidende Break im fünften Spiel - Zverev bescherte seinem Gegner den Breakball mit seinem insgesamt vierten Doppelfehler der Partie.

Im bereits dritten Halbfinale in diesem Jahr zwischen den beiden Weltklassespielern feierte der Grieche nicht unverdient seinen zweiten Sieg. In Madrid vor einer Woche hatte er in drei Sätzen gegen Zverev verloren, zuvor in Monte Carlo hatte Tsitsipas klar in zwei Durchgängen gewonnen. Insgesamt war es der achte Sieg für den griechischen Tennis-Profi.

Nach dem Sieg gegen Tsitsipas in der Vorwoche war Zverev dann im Finale von Madrid gegen den spanischen Jungstar Carlos Alcaraz chancenlos gewesen. Für die French Open, die am 22. Mai beginnen, hat der Olympiasieger also noch Luft nach oben.

Swiatek weiter in eigener Liga: Mit 27. Sieg ins Finale von Rom

Zuvor war die Tennis-Weltranglistenerste Iga Swiatek mit ihrem 27. Sieg in Serie ins Finale des WTA-Turniers in Rom eingezogen. Am Sonntag winkt ihr der fünfte Titel nacheinander. Im Halbfinale ließ Swiatek der an Position drei gesetzten Aryna Sabalenka (Belarus) beim 6:2, 6:1 keine Chance.

Mit ihrer Siegesserie wollte sich Swiatek nicht lange beschäftigen. "Bei den Turnieren, bei denen wir an jedem Tag spielen, haben wir keine Zeit zu feiern", sagte sie: "Direkt nach dem Ende eines Matches müssen wir an das nächste denken. Das ist hart. Aber ich weiß, dass ich sehr stolz auf mich sein werde."

Swiatek auch bei French Open große Favoritin

Die 20-jährige, die nach dem Rücktritt der Australierin Ashleigh Barty die Spitze im Ranking übernahm, ist seit Wochen die dominierende Spielerin auf der Tour. Nach den Triumphen in Doha, Indian Wells, Miami und Stuttgart gönnte sie sich in Madrid eine Pause - und spielt in Rom wieder groß auf.

Für die French Open in Paris (ab 22. Mai) ist Swiatek die große Favoritin, in Roland Garros hat sie 2020 ihren bislang einzigen Grand-Slam-Titel gewonnen. Im Foro Italico trifft Titelverteidigerin Swiatek im Finale am Sonntag entweder auf Madrid-Siegerin Ons Jabeur (Tunesien) oder Daria Kassatkina (Russland).

27 Siege in Serie hatte zuletzt US-Star Serena Williams 2014/15 geschafft. Bis zur Bestmarke bei den Frauen ist es für Swiatek aber noch ein weiter Weg: 1984 blieb Martina Navratilova 74 Matches in Folge ungeschlagen. In den Jahren 1989 und 1990 reihte Steffi Graf 66 Siege aneinander, ehe sie im Finale von Berlin von Monica Seles gestoppt wurde.

Quelle: dpa

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