Steht beim Turnier in Rom im Halbfinale: Alexander Zverev.

ATP-Tour

Zverev beim Turnier in Rom im Halbfinale

Stand: 13.05.2022, 23:46 Uhr

Kurz vor den French Open kommt Alexander Zverev immer besser in Schwung. Beim Masters-1000-Turnier in Rom schaffte der Tennis-Olympiasieger am Freitag den Sprung ins Halbfinale. Der 25-Jährige setzte sich gegen den chilenischen Sandplatz-Spezialisten Cristian Garin mit 7:5, 6:2 durch.

Nach dem dritten Zweitsatzsieg innerhalb von drei Tagen hatte Alexander Zverev nur noch eine Frage: "Wann darf ich wieder auf den Center Court?" Der zweite, temporär angelegte Platz im Foro Italico von Rom gefiel dem Tennis-Olympiasieger so gar nicht. Richtig "schlecht" sei der Untergrund, die zahlreichen Platzfehler könnten ganz schön "frustrieren", sagte Zverev.

Dass sich der Frust in Grenzen hielt, der Schläger diesmal nicht über den Sand flog, lag an der nächsten Leistungssteigerung des 25-jährigen Hamburgers. Das 7:5, 6:2 gegen den chilenischen Aschespezialisten Cristian Garin, "einen sehr guten Gegner", wie Zverev später erklärte, war ein weiterer Schritt nach vorne in Richtung der French Open (ab 22. Mai), dem großen Ziel des Deutschen.

Mit Schwung nach Paris

"Es war vielleicht nicht immer das schönste Tennis", sagte er, "aber ich habe meinen Job erledigt." Das sei das Wichtigste. Ohne Satzverlust erreichte Zverev, Champion von 2017, damit das Halbfinale, sein drittes beim dritten Sandplatzmasters der Saison. Doch das reicht ihm nicht. Nur der erste Titel des Jahres würde Zverev zusätzlichen Schwung für Paris verleihen.

Denn dafür muss er die ganz Großen seiner Zunft bezwingen, stärkere Gegner als die Sandplatzwühler Sebastian Baez und Garin oder den flinken Australier Alex de Minaur. Im Halbfinale wartet wie in Monte Carlo (Niederlage) und Madrid (Sieg) der Grieche Stefanos Tsitsipas. Ebenfalls im Rennen war am Freitag noch der wiedererstarkte Weltranglistenerste Novak Djokovic aus Serbien.

Zweifel an Nadal

Nur einer fehlt, der eigentlich nie fehlt, wenn es auf Sand ernst wird: Rafael Nadal, zehnmaliger Sieger in Rom, 13-maliger Champion in Roland Garros, Grand-Slam-Rekordgewinner. Der Spanier flog am späten Donnerstagabend nicht nur aus dem Turnier, seine Fußverletzung, die ihn gegen den Kanadier Denis Shapovalov über den Platz humpeln ließ, wirft Fragen auf.

"Ich bin nicht verletzt, ich bin ein Spieler, der mit einer Verletzung lebt", sagte Nadal trotzig. Manchmal merke er nichts, doch manchmal schmerze der Fuß "wie verrückt". Die Schmerzen hatten Nadal in der vergangenen Saison um das zweite Halbjahr gebracht, fast sensationell holte er sich nach seinem Comeback in Australien den 21. Majortitel, doch der Fuß bleibt seine Problemzone.

"Ich weiß es nicht"

Kann er so sein Reich im Stade Roland Garros gegen junge, sorglose Angreifer wie Zverev, Tsitsipas oder seinen spektakulären Landsmann Carlos Alcaraz verteidigen? Kann er Djokovic daran hindern, im ewigen Grand-Slam-Ranking zu ihm aufzuschließen? "Was in den nächsten Tagen sein wird? Ich weiß es nicht", sagte Nadal in Rom. Und in einer Woche? "Ich kann es wirklich nicht sagen!"

Quelle: dpa

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