Rupps Sololauf gegen Glasgow

Tor des Monats Oktober 1973, Bernd Rupp

Tor des Monats Oktober 1973

Rupps Sololauf gegen Glasgow

Bernd Rupp von Borussia Mönchengladbach schießt das Tor des Monats Oktober 1973. Sein schöner Sololauf mit Abschluss zum 3:0 am 24.10.1973 in der 87. Minute im Europapokal der Pokalsieger gegen die Glasgow Rangers liegt bei der Abstimmung vorne.

Beim TdM ist es das Jahr von Borussia Mönchen Gladbach - mit sagenhaften sechs Toren des Monats (2 x Netzer, 2 x Heynckes, 2 x Rupp). Nie wieder gibt es in den Jahren danach eine ähnliche Dominanz wie 1973.

Quirlig, dribbelstark und torgefährlich

Rupp ist der erste Spieler, dem es gelingt zwei Tore des Monats direkt nacheinander zu erzielen. Nach seinem Flugkopfball im September 1973 wird er im Oktober für seine Spezialität ausgezeichnet: dem Solo mit starkem Dribbling und Tor. Der gelernte Fernmeldetechniker ist mit seinen 1,69m ein extrem quirliger und für die meisten stämmigen Verteidiger dieser Zeit unangenehmer Gegner. So auch für Thomas Forsyth von den Rangers, den der Gladbacher Mittelstürmer ebenso einfach aussteigen lässt wir Torhüter Peter McCoy. Den Ball aus elf Metern noch ins leere Tor zu schieben, ist dann auch kein Problem mehr.

Gladbach zieht mit dem Sieg ins Viertelfinale des Europapokals ein und erreicht nach zwei gewonnen Spielen gegen den Glentorian FC das Halbfinale. Dort unterliegt die Borussia dann aber knapp dem AC Mailand.

Tor des Monats Oktober 1973 00:09 Min. Verfügbar bis 26.07.2055

Einer der torgefährlichsten Angreifer

Bernd Rupp ist in der Bundesliga lange einer der torgefährlichsten Angreifer. In 274 Einsätzen für Gladbach, Köln und Bremen erzielt er insgesamt 119 Treffer. Noch besser ist seine Bilanz im DFB-Pokal. Dort trifft er bei seinen 35 Auftritten 24 Mal. Warum Bundestrainer Helmut Schön ihn nur einmal zu einem Länderspiel einlädt, bleibt ein Rätsel. Rupp selber vermutet, dass er mit 1,69m für den „Langen“ einfach zu klein gewachsen war.

Nach dem Fußball in die Versicherung

Der gelernte Fernmeldetechniker beendet seine Karriere 1977 bei seinem Heimatverein SV Wiesbaden, der ihm eine feste Anstellung bei einer Versicherung vermittelt, wo er bis zu seiner Verrentung 2006 arbeitet.

Markus Wessel

Darstellung: