Faltermeiers Freistoß bleibt hängen

Tor des Monats März 1971 00:12 Min. Verfügbar bis 30.12.2099

Tor des Monats März 1971

Faltermeiers Freistoß bleibt hängen

Der Torschütze des Monats März 1971 heißt Gerhard Faltermeier von Jahn Regensburg. Sein Treffer zum 2:0 am 28.03.1971 im Spiel gegen den VfR Mannheim wurde von den Zuschauern der Sportschau zum ersten Tor des Monats überhaupt gekürt.

Der 28. März ist ein geschichtsträchtiges Datum für Fußball-Deutschland! Es ist der Tag, an dem ein Tor fällt, das die Zuschauer der Sportschau zum allerersten Mal zum Tor des Monats wählen. Damals natürlich noch per Postkarte. Und dieses allererste Tor des Monats fällt in der damaligen Regionalliga-Süd. Ein Freistoß aus über 20 Metern in den Winkel - so wuchtig geschossen, dass der Ball im Netz hängen bleibt.

Schnell und torgefährlich

Tor des Monats März 1971, Gerhard Faltermeier

Über diesen fulminanten Treffer hinaus bleibt von Faltermeiers Karriere allerdings wenig hängen. Über zehn Jahre spielt der schnelle und torgefährliche Bayer für Regensburg, bevor er 1972 zum Karlsruher SC wechselt. Auch hier entwickelt er sich wie beim Jahn zum Schlüsselspieler in der Mannschaft und es gelingt ihm mit dem KSC sogar fast der Aufstieg in die Bundesliga. Wer weiß, wie es mit Faltermeiers Karriere weitergegangen wäre, hätte er in einer Liga mit Netzer, Müller und Beckenbauer gespielt. Es sollte nicht dazu kommen. In der Aufstiegsrunde unterliegt Regensburg Fortuna Köln und der Traum vom Fußball-Oberhaus ist ausgeträumt.

Mit 30 Karriereende, dann Beamter

Die Zeit, in der Fußballprofis nach ihren Karrieren ausgesorgt haben, ist noch nicht angebrochen. Mit 30 Jahren hängt Faltermeier seine Fußballschuhe an den Nagel und entscheidet sich für eine Beamtenlaufbahn. Er führt fortan ein unauffälliges und bescheidenes Leben. 2009 erliegt der erste Torschütze des Monats 66jährig in Karlsruhe einem langen Krebsleiden. Sein Treffer im März 1971 sichert Gerhard Faltermeier aber ein Stück Unsterblichkeit. Es war eben ein Tor, das hängen bleibt.

Markus Wessel

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