Die Co-Produktion von Libuda und Scheer

Tor des Monats April 1972 00:26 Min. Verfügbar bis 26.07.2055

Tor des Monats April 1972

Die Co-Produktion von Libuda und Scheer

Klaus Scheer und Stan Libuda vom FC Schalke 04 sind die Torschützen des Monats April 1972. Die Sportschau-Zuschauer wählen das atemberaubende Solo Libudas und Scheers Flugkopfballtor in der 89. Spielminute zum 1:0-Sieg am 05.04.1972 im DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach zum besten Treffer.

Was soll man über Libuda schreiben, was nicht längst erzählt ist. Die Geschichten über sein unfassbares Talent, den großartigen Straßenfußballer und besten Linksaußen der deutschen Fußball-Geschichte sind alle erzählt. Der Lastminute-Siegtreffer gegen Gladbach zeigt ohnehin viel besser als tausend Worte, wer Libuda war und was ihn ausmachte.

So wie es nur Libuda konnte

Tor des Monats April 1972, Klaus Scheer & Stan Libuda

Der lange Ball von Helmut Kremers passt genau in den Lauf von Schalkes Jahrhundertspieler. Libuda zieht mit der Kugel am Fuß unwiderstehlich in den gegnerischen Strafraum, spielt dann – so wie nur Libuda es konnte - Gladbachs Rainer Bonhof schwindlig, um die Kugel abschließend über den herauseilenden Torhüter Wolfgang Kleff zum Kollegen Klaus Scheer zu flanken - und der macht das Ding dann formvollendet per Flugkopfball rein.

Scheer gehört zu den besten Mittelfeldspielern der Liga

Über Libuda ist alles gesagt, über Scheer weiß man dagegen viel weniger. Dabei gehört er 1972 zu den torgefährlichsten Mittelfeldspielern der Bundesliga. Mit insgesamt 21 Treffern ist er neben Klaus Fischer in diesem Jahr der erfolgreichste Schalker Torschütze und maßgeblich beteiligt daran, dass die Königsblauen die Saison als Vizemeister und deutscher Pokalsieger abschließen.

Für Libuda ist dies die zweite und letzte Tor-des-Monats-Medaille seiner Karriere, für Scheer ist es die einzige. Das Jahr 1972 bleibt für beide Spieler das erfolgreichste ihrer Laufbahn. Scheer spielt insgesamt sechs Jahre für Schalke 04, wechselt dann für zwei Jahre zum 1. FC Kaiserslautern, um 1979 seine Karriere bei Westfalia Herne zu beenden.

Markus Wessel

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