Gericht hebt CAS-Dopingsperre von Schwimmstar Sun Yang auf

Der chinesische Schwimmer Sun Yang

Umstrittener Schwimm-Olympiasieger

Gericht hebt CAS-Dopingsperre von Schwimmstar Sun Yang auf

Das Schweizer Bundesgericht hat nach Angaben der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA der Revision des chinesischen Schwimmstars Sun Yang stattgegeben - und damit ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS aufgehoben.

Sun Yang (29) war Ende Februar vom CAS zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden, die das Karriereende des umstrittenen mehrmaligen Olympiasiegers und Weltmeisters bedeuten würde. Die Anwälte Sun Yangs reichten aber einen Einspruch beim Schweizer Bundesgericht ein. Sun Yang hatte bereits nach dem CAS-Urteil "definitiv" eine Beschwerde angekündigt und gesagt: "Das ist unfair. Ich glaube fest an meine Unschuld."

Wie die WADA am Mittwochabend (23.12.20) mitteilte, werde sie Maßnahmen ergreifen, "um ihren Fall erneut überzeugend darzulegen, wenn die Angelegenheit an das CAS-Panel zurückgeht". Eine vollständige Begründung vom Bundesgericht liege noch nicht vor, daher könne man keine weiteren Kommentare abgeben.

Dopingprobe mit Hammer zerstört

In dem Fall ging es vor allem um eine mit einem Hammer zerstörte Dopingprobe des Schwimmstars aus dem Herbst 2018; das Umfeld des Sportlers war direkt daran beteiligt. Der Weltverband FINA hatte dennoch zunächst auf eine Sperre verzichtet, worauf die Welt-Anti-Doping-Agentur den CAS anrief. Sun Yang hatte die Tat damit verteidigt, dass die Kontrolleure nicht ausreichend zu identifizieren gewesen seien.

Der CAS entschied, dass ihm dies nicht das Recht gab, die Probe zu zerstören. Zu der Maximalstrafe trug auch bei, dass Sun Yang Wiederholungstäter war. Bereits 2014 war er wegen Dopings für drei Monate gesperrt.

sid | Stand: 23.12.2020, 23:11

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