Achter zurück im Siegmodus - Zeidler dominiert Vorlauf

Der Deutschland-Achter fand in Luzern zurück in die Erfolgsspur.

Ruder-Weltcup in Luzern

Achter zurück im Siegmodus - Zeidler dominiert Vorlauf

Der Deutschland-Achter hat zurück auf Erfolgskurs gefunden. Sechs Wochen nach dem enttäuschenden vierten EM-Rang deutete das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes mit einem Sieg zum Auftakt des Weltcups auf dem Luzerner Rotsee einen deutlichen Formanstieg an.

Anders als bei den kontinentalen Titelkämpfen kam die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) am Freitag (21.05.2021) vor dem Erzrivalen aus Großbritannien ins Ziel und geht damit als Favorit in das Finale am Sonntag. "Es war ein hochemotionaler Fight. Wir wollten uns selbst beweisen, dass wir jetzt ein besserer Achter sind als noch bei der EM in Varese", kommentierte Trainer Uwe Bender.

Zeidler vier Sekunden schneller als der beste Konkurrent

Neben dem Achter gelang auch Oliver Zeidler ein erfolgreicher Start in die Traditionsregatta. Im Vorlauf verwies der 24 Jahre alte Europameister den Iren Daire Lynch mit vier Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Damit qualifizierte sich die deutsche Olympia-Hoffnung aus Ingolstadt auf direktem Weg für das Viertelfinale. "Ich hatte die schnellste Anfangszeit von allen. Auf der zweiten Streckenhälfte konnte ich Kraft sparen. Es läuft nach Plan", befand Zeidler.

Anders als beim Kräftemessen der vielen gemeldeten Einer taugte das Achter-Rennen in Luzern nur bedingt als Gradmesser für die Olympia-Form. Mit Weltmeister Deutschland und Europameister Großbritannien waren am Freitag nur zwei Boote im sogenannten Bahnverteilungsrennen dabei. Die ebenfalls eingeplanten Niederländer mussten kurzfristig auf einen Start verzichten, weil sich zwei Team-Mitglieder am Morgen vor dem Rennen krank gefühlt hatten. Corona-Tests sollen über eine Teilnahme des EM-Dritten beim Finale am Sonntag entscheiden.

Ungeachtet dieser widrigen Begleitumstände sorgte der knappe Erfolg im deutschen Großboot für Erleichterung. Der frustrierende EM-Auftritt auf dem Lago di Varese hatte Bender und die Crew veranlasst, die bisherigen Trainingsinhalte zu überdenken. Vor allem die Arbeit am Stehvermögen auf den letzten 500 Metern machte sich bezahlt. Zwar kamen die Briten im Schlussspurt noch einmal bedrohlich nahe, lagen aber im Ziel 19 Hundertstel-Sekunden zurück. "Die Veränderungen scheinen richtig gewesen zu sein. Das bringt uns zurück ins Spiel", sagte Bender.

Für den dritten deutschen Vorlaufsieg in den 14 olympischen Wettkampfklassen sorgte der leichte Männer-Doppelzweier. Dagegen kam der Frauen-Doppelvierer nicht über Rang zwei hinter China hinaus. Der Männer-Doppelvierer muss als Vorlauf-Vierter in den Hoffnungslauf.

dpa | Stand: 21.05.2021, 13:33

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