Deutschland-Achter ohne Änderung ins Olympiajahr

Deutschlandachter auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Dortmund

Vorstellung in Dortmund

Deutschland-Achter ohne Änderung ins Olympiajahr

Der Deutschland-Achter startet ohne Veränderungen in das Olympiajahr.

Bei der EM in Varese (Italien) vom 9. bis 11. April vertraut Trainer Uwe Bender im Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes auf dieselbe Crew, die im Oktober 2020 auf dem Maltasee von Posen im einzigen Wettkampf des Jahres den kontinentalen Titel gewann.

"Wir hatten festgelegt, dass wir die Mannschaft, die wir im Frühjahr 2020 nach einer mühevollen Selektion festgelegt hatten, beibehalten. Wir wollten die Sportler nicht nochmal durch die gleiche Mühle schicken", sagte Bender am Mittwoch (31.03.2021) bei der Vorstellung des Bootes in Dortmund.

Ocik "brennt es unter den Fingernägeln"

Das durch die Corona-Pandemie überschattete Vorjahr mit zahlreichen Regatta-Absagen erhöht die Vorfreude auf die EM. "Nach gefühlt eineinhalb Jahren, die wir jetzt durchtrainiert haben, brennt es uns unter den Fingernägeln. Es ist gut, dass wir jetzt wieder Rennen fahren können", kommentierte Schlagmann Hannes Ocik aus Schwerin.

Um sich bestmöglich auf den Saisonhöhepunkt in Tokio vorzubereiten, will das Team viele Regattatermine wahrnehmen. Im Plan stehen im Anschluss an die EM die drei Weltcups in Zagreb/Kroatien (30. April-2. Mai), Luzern/Schweiz (21.-23. Mai) und Sabaudia/Italien (4.-6. Juni) sowie die Internationale Regatta auf der Wedau in Duisburg (9. Mai).

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"So ein Saisonstart ist schon krass"

Gleich im ersten Rennen des Olympiajahres auf dem Lago di Varese ist das Team mächtig gefordert. Zu einem Zeitpunkt, an dem traditionell eine verbandsinterne Leistungsüberprüfung ansteht, geht es diesmal bereits um Medaillen.

"So ein Saisonstart ist schon krass. Normalerweise hat man erst einmal einen Freischuss, bei dem man sehen kann, wie sich das entwickelt. Das gibt es diesmal nicht. Aber das ist auch der Reiz", kommentierte Ocik.

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Trainingsrückstand lange aufgeholt

Der im vergangenen Herbst durch drei positive Coronafälle im Boot entstandene Trainingsrückstand ist lange aufgeholt. Anders als die voraussichtlich größten Konkurrenten aus Großbritannien, die aufgrund der strengen Regeln monatelang nur in Zweier-Gruppen trainieren konnten, haben die Deutschen bereits 3.000 gemeinsame Kilometer im Großboot absolviert. Das hält Ocik für einen großen Vorteil: "Diese Saison wird eine ganz besondere, die mit vielen Fragezeichen versehen ist. Die größte Frage ist: Wie kommen die einzelnen Nationen aus der Corona-Krise heraus?"

Das Selbstvertrauen des Schlagmannes aus Schwerin hat im tristen Trainingsalltag nicht gelitten: "Ich würde mich ja lächerlich machen, wenn ich nach drei Weltmeister- und Europameistertitel von was anderem reden würde als dem Sieg. Wir wollen am Ende vorne landen." Nicht nur in Varese, sondern auch in Tokio.

dpa | Stand: 31.03.2021, 14:09

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