Der Springreiter McLain Ward aus den USA auf dem Pferd Contagious springt über das letzte Hindernis zum Sieg

CHIO in Aachen Ward gewinnt Preis von NRW, Jung führt bei Vielseitigkeit

Stand: 01.07.2022 19:41 Uhr

Der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger McLain Ward (USA) ist beim CHIO in Aachen das Maß der Dinge.

Auf dem 13-jährigen Wallach Contagious gewann Ward am Freitag (01.07.2022) auch das zweite Topspringen der Turnierwoche um den Preis von NRW. Ward, der am Mittwoch bereits den Preis von Europa dominiert hatte, setzte sich im Stechen vor London-Olympiasieger Steve Guerdat (Schweiz) mit Maddox und Jur Vrieling (Niederlande) mit Fiumicino durch.

Kukuk bester Deutscher beim zweiten Topspringen

Einen Tag nach dem Sieg der deutschen Mannschaft im Nationenpreis belegte Christian Kukuk auf Nice van't Zorgvliet Platz fünf. Kukuk, Bereiter im Stall des viermaligen Olympiasiegers Ludger Beerbaum in Riesenbeck, war einer von sieben Deutschen im Stechen und blieb als einziger von ihnen fehlerfrei.

Mit jeweils einem Abwurf kamen Christian Ahlmann (Marl) und Daniel Deußer (Wiesbaden) auf ihren Spitzenpferden Dominator und Killer Queen nicht über die Plätze neun und 14 hinaus. Insgesamt hatten sich 16 Reiter für das Stechen qualifiziert.

Bundestrainer sieht Star-Reiter Thieme mit Chakaria zu

Aufmerksamer Beobachter war Bundestrainer Otto Becker, der an seiner Equipe für die WM im August in Herning/Dänemark bastelt. So gut wie gesetzt ist Europameister Andre Thieme (Plau am See) mit seiner Stute Chakaria.

"Ich bin gesegnet mit diesem ganz besonderen Pferd", sagte Thieme am Freitag. Mit dem Sieg im Nationenpreis sei für ihn ein ewiger Traum in Erfüllung gegangen: "Jetzt ist es mir fast schon egal, wie die Nummer am Sonntag läuft."

Marc Eschweiler, Sportschau, 01.07.2022 19:43 Uhr

Dann findet zum Abschluss des CHIO im größten Reiterstadion der Welt der Große Preis von Aachen statt. Im Vorjahr gewann Daniel Deußer mit Killer Queen in der Soers eines der prestigeträchtigsten Springen der Welt.

CHIO Aachen: Der Hindernisparcours im Springreiten über Gräben und Wälle im Re-Live.

Vielseitigkeit: Michael Jung führt Feld an

Derweil hatten die deutschen Fans beim Vielseitigkeits-Wettbewerb mehr zu jubeln. Der dreimalige Olympiasieger Michael Jung (Horb) geht beim CHIO als Führender der Einzelwertung in den abschließenden Geländeritt der Vielseitigkeit am Samstag.

Nach den beiden ersten Teildisziplinen Dressur und Springen liegen Jung und sein 14-jähriger Wallach Chipmunk vor den beiden Briten Tom McEwen mit Toledo de Kerser und William Fox-Pitt mit Little Fire.

Jung und deutsches Team auch noch mit Chancen

Im Nationenpreis, in dem Jung mit dem Hengst Kilcandra Ocean Power startet, ist Deutschland hinter Vorjahressieger Großbritannien Zweiter. Außer Jung reiten Olympiasiegerin Julia Krajewski (Warendorf) mit ihrem Goldpferd Amande de B'Neville, die amtierende Europameisterin Ingrid Klimke (Münster) mit Siena just do it und Ex-Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit Viamant du Matz für die gastgebende Equipe.

Anders als bei internationalen Championaten stehen in Aachen am ersten Tag Dressur und Springen auf dem Programm, ehe am Samstag im Gelände die Entscheidung fällt. Üblicherweise ist der Geländeritt die zweite Teildisziplin.

CHIO Aachen: Nationenpreis in der Soers