Eine Fahne mit dem Logo des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln weht vor dunklen Wolken

WDR-Sport Umwelthilfe klagt und wirft 1. FC Köln "Greenwashing" vor

Stand: 18.01.2023 17:27 Uhr

Die Deutsche Umwelthilfe geht juristisch gegen sieben Unternehmen vor, darunter den Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln. Der Vorwurf: "Verbrauchertäuschung" durch falsche Klimaneutralitäts-Versprechen.

Das gab die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Mittwoch (18.01.2023) bekannt. Demnach informierten sieben Unternehmen, zu denen auch die GmbH & Co. KGaA des 1. FC Köln zählt, "irreführend und unzureichend, wie sie zum Versprechen der angeblichen Klimaneutralität kommen."

DUH kritisiert Intransparenz bei Werbung mit Klimaneutralität

Die Mitteilung der Umwelthilfe beinhaltet die Forderung, "Verbrauchertäuschung durch die wettbewerbswidrige Werbung zu unterlassen." Dort setzt die Kritik an: Laut DUH würden die betreffenden Firmen "ihre Produkte oder gleich das ganze Unternehmen als 'klimaneutral' beziehungsweise 'CO2-neutral'" bewerben, ohne für Verbraucherinnen und Verbraucher transparent und nachvollziehbar darzustellen, "wie dies erreicht wird." Die Umwelthilfe kritisiere nach eigener Aussage "bereits im Grundsatz alle Klimagas-Neutral-Aussagen als Greenwashing."

Umwelthilfe fordert "Unterlassungserklärung"

Die Unternehmen wurden von der Umwelthilfe aufgefordert, gegenüber der DUH eine "strafbewehrte Unterlassungserklärung" abzugeben und sich damit zu verpflichten, entsprechende Klimaneutralitäts-Werbung künftig zu unterlassen. Sollten sie der Aufforderung nicht nachkommen, werde der Umwelt- und Verbraucherschutzverband "gerichtliche Hilfe" hinzuziehen.

Der 1. FC Köln war für den WDR am Mittwochnachmittag/-vorabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.