Trainer Emir Kurtagic vom TuS N-Lübbecke

WDR-Sport TuS N-Lübbecke siegt und steigt ab, GWD Minden gerettet

Stand: 09.06.2022 21:02 Uhr

Der TuS N-Lübbecke steigt aus der Handball-Bundesliga ab. Trotz eines Heimsiegs gegen Hannover-Burgdorf ist der Klub nicht mehr zu retten. GWD Minden hält dagegen die Klasse.

Nach nur einem Jahr in der Bundesliga muss N-Lübbecke wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Der 21:20 (9:12)-Heimsieg gegen Hannover-Burgdorf am Donnerstagabend war zwar der zweite Sieg in Serie, konnte aber nicht verhindern, dass der TuS die Saison auf einem Abstiegsplatz beenden. Einen Spieltag vor dem Saisonende ist das rettende Ufer für das Team von Trainer Emir Kurtagic nicht mehr zu erreichen.

Der TuS musste Hannover vor 985 Zuschauern nach etwas über fünf Minuten erstmals auf 1:3 ziehen lassen und tat sich selbst extrem schwer vor dem gegnerischen Tor. Das Schlusslicht kämpfte sich schnell zurück zum 3:3, bevor die Gäste sich erneut absetzten (3:6/17.). Nach einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung der Niedersachsen kam N-Lübbecke bis zur Pause wieder bis auf drei Tore heran (9:12). Florian Baumgärtner erzielte vier der neun Treffer seiner Mannschaft im ersten Durchgang.

Kurz nach dem Seitenwechsel glich Marek Nissen für den TuS aus (12:12/35.). Die Gastgeber hielten das Spiel eine zeitlang ausgeglichen, bis Hannover mit 13:15 in Führung ging (44.). Die Nettelstedter scheiterten immer wieder am starken Domenico Ebner im Tor von Hannover-Burgdorf. Trotzdem konnte Tom Skroblien in der 50. Minute zum 17:17 ausgleichen und brachte sein Team wenig später sogar mit 20:18 in Führung (54.). Beim Stand von 19:20 und einem Spieler weniger kassierte N-Lübbecke allerdings den Ausgleichstreffer ins leere Tor (20:20/57.). Ein Tor von Lukas Mrakovcic brachte dem TuS in letzter Sekunden den Sieg, den das Team trotz des Abstiegs ausgiebig feierte.

Skroblien und Benas Petreikis waren am Ende die besten Torschützen von N-Lübbecke mit je sechs Treffern.

Knapper Heimsieg von Minden zum Klassenerhalt

GWD Minden ist dagegen nach einem 22:21 (13:12)-Heimsieg gegen den HC Erlangen gerettet. Vor dem letzten Spieltag hat Minden zwei Punkte mehr auf dem Konto und weist eine um 42 Tore bessere Tordifferenz auf als der Tabellen-17. HBW Balingen-Weilstetten.

Nach 18 Minuten führten die Grün-Weißen erstmals mit zwei (8:6), wenig später sogar mit drei Toren (10:7/21.) und versetzten die Halle erstmals in Wallungen. Allerdings kam Erlangen zurück und verkürzte kurz vor der Pause auf 13:12 (29.). Im zweiten Durchgang blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Minden hatte große Schwierigkeiten, den glänzend aufgelegten Christoph Steinert unter Kontrolle zu halten.

Für GWD traf immer wieder Mohamed Darmoul sehenswert. Nach einer Parade von GWD-Torhüter Malte Semisch brachte Darmoul sein Team mit 19:17 in Führung (45.). Erlangen kam immer wieder bis auf ein Tor heran, doch Minden hielt den Vorsprung und feierte am Ende den erlösenden Heimsieg zum Klassenerhalt, der entsprechend gefeiert wurde.

Bester Torschütze der Partie war Erlangens Steinert mit neun Treffern, Darmoul kam für Minden auf sechs Tore.