Verl-Keeper Robin Brüseke konnte die Niederlage nicht verhindern

WDR-Sport Torwart Brüseke verlässt SC Verl nach 14 Jahren

Stand: 20.06.2022 18:44 Uhr

Nach 14 Jahren geht zwischen den Pfosten beim SC Verl eine Ära zuende. Torwart Robin Brüseke verlässt den Fußball-Drittligisten nach einer Saison, in der er seinen Stammplatz verloren hat.

Der Verein teilte am Montag mit, dass sich die Wege von Brüseke und Verein trennen. "Eine Trennung tut immer weh. Die von Robin Brüseke besonders, weil er nicht nur über viele Jahre ein absoluter Leistungsträger unserer 1. Mannschaft war, sondern auch ein toller Sympathieträger des gesamten Vereins", sagte SC-Vorsitzender Raimund Bertels.

Brüseke verliert Stammplatz an Thiede

Bertels hätte gerne gesehen, dass der 28-jährige Keeper wie Daniel Mikic noch ein paar weitere Jahre beim SC dranhängt, aber im Fußball komme "man leider nicht immer auf einen Nenner". Mit dem Abwehr-Routinier Mikic (29) kam der Verein auf diesen "Nenner", aber der hatte sich seinen Stammplatz am Ende der vergangenen Saison nach langer Verletzungspause auch zurückerobert, während Brüseke seinen verlor.

Der neuverpflichtete Niclas Thiede verdrängte Brüseke bereits im Sommer vergangenen Jahres zwischen den Verler Pfosten, sodass Brüseke lediglich im Winter zu zehn Einsätzen kam, nachdem sich sein 23-jähriger Nachfolger verletzt hatte. Mitte Februar musste Brüseke den Platz im Kasten jedoch wieder räumen.

57 Zu-Null-Spiele für den SC Verl

Aber in diesen drei Spielen polierte er seine Verler Zu-Null-Bilanz mit drei weiteren Partien ohne Gegentreffer weiter auf. So behielt Brüseke, der 2008 in die SC-Jugend wechselte und sich in der Saison 2012/13 dem Regionalliga-Team anschloss, in 193 Spielen 57 Mal eine weiße Weste. In der Saison 2019/20, als Verl in die 3. Liga aufstieg, hielt er seinen Kasten elfmal sauber.

An diesem größten Erfolg der Verler Vereinsgeschichte maßgeblichen Anteil gehabt zu haben, wird Brüseke immer positiv zurückblicken lassen: "Es war mir eine Ehre Teil der Vereinsgeschichte sein zu dürfen", so Brüseke. Die weitere Entwicklung des Clubs werde er "ganz genau" weiterverfolgen. Von wo aus er dies tun wird, stand am Montag noch nicht fest.