Schalkes Trainer Thomas Reis lacht während einer Einheit am Seitenrand.

Bundesliga Schalkes Trainer Thomas Reis setzt auf Optimismus

Stand: 19.01.2023 15:55 Uhr

Der FC Schalke 04 muss einen nahezu perfekten Schlussspurt hinlegen, um den Klassenerhalt noch zu schaffen. Trainer Thomas Reis glaubt an das Wunder.

Besser hätte es sich keine PR-Agentur ausdenken können für den FC Schalke 04. Trainer Thomas Reis dürfte es vor dem Rückrundenauftakt bei Eintracht Frankfurt am Samstag (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker) gelungen sein, zumindest ein bisschen Zuversicht bei den vielen Anhängern des Klubs zu entfachen - und vielleicht auch bei sich selbst.

"Was heißt gute Stimmung. Wir gehen euphorisch in die Liga rein. Wir haben ja nichts zu verlieren", sagte Reis am Donnerstag (19.01.2023). "Ich möchte den direkten Klassenerhalt, das weiß auch die Mannschaft. Man muss sich hohe Ziele stecken, ich mag schwierige Aufgaben." Zumindest die Hoffnung lebt auf Schalke weiter.

Schalke Tabellenletzter

Der Trainer muss schließlich das Wunder schaffen, eine ohnehin schon in der Bundesligatabelle nahezu abgeschlagene Mannschaft, die gerade einmal neun Zähler auf dem Konto hat und fünf Punkte hinter dem rettenden fünfzehnten Tabellenplatz liegt, in den sicheren Hafen des Klassenerhalts zu manövrieren. Und die Voraussetzungen für den Tabellenletzten sind alles andere als optimal. Jüngste Verletzungen und Spielerverkäufe haben die Stimmung rund um den Klub gedämpft.

Die Lage ist äußerst angespannt. Stammspieler wie Sebastian Polter und Alex Kral fallen langfristig aus, andere wie Rodrigo Zalazar sind noch nicht wieder fit. Zudem muss Mittelfeldspieler Dominick Drexler (Corona) wahrscheinlich passen. Bei dem erkrankten Abwehrspieler Marcin Kaminski und dem angeschlagenen Angreifer Marius Bülter besteht zumindest noch Hoffnung auf einen Einsatz.

Hoffen auf Neuzugänge

Die von nahezu allen Fans seit geraumer Zeit erwarteten Neuzugänge lassen noch immer auf sich warten. "Der Kader ist nicht auf Rosen gebettet, auch nicht in der personellen Anzahl. Ich kann aber den handelnden Personen keinen Vorwurf machen. Wir haben einige Gespräche geführt, aber es gibt viele Gründe, weshalb Spieler nicht für Schalke spielen wollen. Ich habe aber die Hoffnung, dass noch neue Spieler dazu kommen", sagte Reis.

Im Gespräch ist etwa Angreifer Michael Frey von Royal Antwerpen. "Mein Fokus ist Eintracht Frankfurt und danach hoffen wir, dass noch was passiert", so Reis.

Gerade im Angriff fehlt den Königsblauen die Durchschlagskraft. Gerade einmal 13 Tore haben sie in den 15 bisherigen Bundesligaspielen erzielt. Und auch in der Vorbereitung gingen den Schalkern die Spiele keineswegs leicht von der Hand. Null Siege in sechs Testspielen sprechen Bände über die Leistungsfähigkeit des Ruhrgebietsklubs. "Die Vorbereitung lief ergebnistechnisch nicht optimal. Aber es war mehr drin. Ich konnte wichtige Erkenntnisse mitnehmen", sagte Reis und versuchte Optimismus auszustrahlen.

Zu wenige Tore für Reis-Fußball

Sein Herangehensweise an die Aufgabe ist schlicht, aber körperlich aufwändig. So wie er einst den VfL Bochum in der Liga gehalten hatte. "Wenn du in der Liga bleiben willst, musst du aggressiv sein, musst du ekelhaft sein, jedes Spiel wie ein Pokalspiel sehen. Reis-Fußball ist es noch nicht ganz, weil wir zu wenige Tore schießen", so der S04-Coach. "Wir wollen die Minimalchance nutzen."