Felix Herzenbruch (Rot-Weiss Essen) am Ball

WDR-Sport Essen vermutlich mit zwei Spitzen gegen Viktoria

Stand: 08.08.2022 16:32 Uhr

RW Essen hat in zwei Spieltagen in Liga drei schon sieben Gegentore kassiert. Dennoch macht das Remis gegen Duisburg Hoffnung für die Partie gegen Köln.

Sieben Minuten waren im ersten Profi-Heimspiel der Essener seit 14 Jahren gespielt, da gab es schon lange Gesichter an der Hafenstraße. Denn dann schoss sich Mitaufsteiger Elversberg gegen Rot-Weiss in Front, am Ende ging die Partie mit 1:5 verloren. Am Dienstag (09.08.2022) um 19 Uhr folgt nun der zweite Auftritt von RWE vor den heimischen Fans - und gegen Viktoria Köln soll es anders laufen.

Dabrowski: "Mit Glaube alles möglich"

Stimmungsvoll dürfte es wie schon gegen Elversberg erneut werden. Knapp 13.500 Karten hat der Klub bisher verkauft. Man erwarte rund 15.000 Fans. Gegen Elversberg waren rund 16.500 Anhänger da gewesen. "Unser Ziel ist es, zu gewinnen. Das ist klar. Gegen Elversberg waren wir oft zu naiv. Jetzt müssen wir geschlossener und kontrollierter an die Aufgabe herangehen", erklärte RWE-Trainer Christoph Dabrowski im Interview auf der Vereinswebseite. In der Tat ließ sich Essen in der bisherigen Saison etwas übertölpen - auch gegen Duisburg lag man im Derby schon 0:2 hinten.

Dann jedoch kam die Wende und RWE erkämpfte noch ein Remis. "Ich habe schon einiges erlebt und glaube jederzeit, dass alles möglich ist. Der Glaube und die Mentalität waren in Halbzeit zwei überragend", so Dabrowski. Das möchte der Trainer von seinem Team jetzz jedoch über 90 Minuten sehen.

Zwei Stürmer in der Startelf gegen Köln?

Ein taktisches Mittel, das in Duisburg funktionierte, war die Umstellung auf zwei Angreifer. "Ein zweiter Stürmer hat uns gegen den MSV gut getan. Möglich ist, dass wir gegen Köln dann auch mal mit zwei Spitzen beginnen", erklärte der Trainer. Deshalb wolle er gerade in einer englischen Woche "nur auf absolut fitte Profis" setzen - Rotation ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Allerdings ist der Kader der Essener auch noch relativ groß. Der Trainer schließt statt Neuzugängen nicht aus, dass Spieler noch den Verein verlassen werden. "Wir sind im täglichen Austausch. Zunächst einmal beobachten wir den Verlauf der englischen Woche", so Dabrowski. Die Spieler können also Eigenwerbung betreiben, am besten mit den ersten drei Punkten in Liga drei.