Der neue Deutschland-Achter fährt in der Besetzung Jonas Wiesen (vorn nach hinten), Schlagmann Mattes Schönherr, Mark Hinrichs, Marc Kammann, Benedict Eggeling, Tom Tewes, Julian Garth, Jasper Angl, und Olaf Roggensack.

Rudern Deutschland-Achter gewinnt Ruder-Weltcup in Polen

Stand: 20.06.2022 13:12 Uhr

Der neuformierte Deutschland-Achter ist mit einem Sieg in die WM-Saison gestartet. Beim Weltcup in Polen überragte das deutsche Team vom Stützpunkt in Dortmund.

Das deutsche Flaggschiff setzte sich am Sonntag (19.06.2022) im polnischen Posen mit einem deutlichen Start-Ziel-Erfolg gegen Australien und Polen durch. Mit gleich sechs Neulingen trat der neuformierte Deutschland-Achter, der in Dortmund trainiert, an. Schon den Vorlauf hatte die Crew um Schlagmann Mattes Schönherr souverän gewonnen.

Gemeinsamer Streckenschlag "Geheimnis des Erfolgs"

"Wir haben ein sehr gutes Rennen abgeliefert. Es macht super viel Spaß, wenn der Rennplan so früh aufgeht", sagte der neue Steuermann Jonas Wiesen im Nachgang. "Der effektive und gemeinsame Streckenschlag, den wir gefunden haben, war das Geheimnis des Erfolgs."

Seine Mannschaft setzte die Taktikveränderung im Vergleich zum Vorlauf gut um, bestach mit einer wahren Energieleistung und trotzte der Hitze mit Temperaturen um die 35 Grad Celsius. Bei schwierigen Bedingungen mit böigem Seitenwind führte der Achter auf dem Maltasee mit über einer Bootslänge, im Ziel betrug der Vorsprung noch eine komfortable Dreiviertel-Bootslänge.

Alexandra Förster wird Vierte im Einer

In den olympischen Klassen ging die deutsche Flotte ansonsten aber leer aus. Jeweils auf Rang vier landeten Alexandra Föster (Meschede) im Einer, Paul Leerkamp und Arno Gaus (Osnabrück/Bonn) im leichten Doppelzweier sowie der Frauen-Achter.

"Den Spruch 'Achter gut, alles gut' will ich nicht gelten lassen. Wir haben gemerkt, dass wir physisch noch einiges aufholen müssen. Wir befinden uns im personellen Umbruch, aber man muss ganz klar sagen: Heute haben wir den Spiegel vorgehalten bekommen", sagte Brigitte Bielig, Cheftrainerin des Deutschen Ruderverbandes.

Nach dem Weltcup in Luzern (8. bis 10. Juli) und der EM in München (11. bis 13. August) steht vom 18. bis 25. September die WM in Racice auf dem Programm.