Baskets-Kapitän Karsten Tadda im Pokalspiel gegen Alba Berlin.

WDR-Sport Baskets Bonn zu Gast in Berlin: Ein besonderes, reguläres Spiel

Stand: 13.01.2023 19:10 Uhr

Topspiel in der Basketball-Bundesliga: Tabellenführer Telekom Baskets Bonn reist zum Tabellenzweiten Alba Berlin. Für Baskets-Kapitän Karsten Tadda sind Spiele gegen Berlin immer besonders. Die Bedeutung der Partie will er aber nicht zu hoch hängen.

Von Lukas Thiele

560 Spiele hat Karsten Tadda in der Basketball-Bundesliga schon bestritten, viele davon gegen Alba Berlin. "Ich weiß nicht, was meine Quote gegen Berlin ist, aber wenn sie ausgeglichen ist, bin ich froh drüber", sagte Tadda im Gespräch mit dem WDR. "In den letzten Jahren habe ich sehr oft gegen Berlin gespielt und es waren immer hart umkämpfte Spiele und das erwarte ich am Sonntag auch wieder."

Am Sonntag (15 Uhr) trifft der 34-jährige Kapitän der Telekom Baskets Bonn wieder auf die Hauptstädter. Das Spiel findet unter besonderen Vorzeichen statt, denn es ist das Spitzenspiel in der Basketball-Bundesliga. Mit 13 Siegen aus 14 Spielen führen die Baskets aktuell die BBL-Tabelle an. Die Berliner liegen mit zwölf Siegen aus 13 Spielen nur einen Platz dahinter. Mit einem Sieg könnten die Bonner ihren Vorsprung an der Tabellenspitze also ausbauen.

Tadda: "Im Endeffekt ein normales Saisonspiel"

Karsten Tadda mit Baskets-Spielmacher TJ Shorts II.

Karsten Tadda mit Baskets-Spielmacher TJ Shorts II.

Tadda will die Bedeutung der Partie aber nicht zu hoch hängen: "Im Endeffekt ist es ein ganz normales reguläres Saisonspiel. Aber natürlich sind Spiele gegen Berlin schon was Besonderes."

Einmal gab es dieses Duell in dieser Saison schon bereits. Im Viertelfinale des BBL-Pokals scheiterten die Baskets im Oktober denkbar knapp und kassierten eine 95:98-Niederlage in der Hauptstadt.

Tadda: "Bei denen läuft es wie ein Uhrwerk"

Viele Gedanken daran verschwenden die Bonner aber nicht mehr: "Das ist jetzt schon eine Weile her und wir sind eine Mannschaft, die sich mehr auf sich selbst fokussiert. Aber gegen eine Mannschaft wie Berlin musst du 40 Minuten lang ein perfektes Spiel abliefern. Berlin hat eine sehr ausgeglichene Mannschaft, einen tiefen Kader, die alle gut zusammenpassen. Bei denen läuft es wie ein Uhrwerk."

Mit acht Siegen in Serie müssen sich die Baskets aber keinesfalls verstecken. Der jüngste 99:71-Sieg gegen Aufsteiger Rostock Seawolves glich einer Machtdemonstration. In Bonn läuft es rund, seit Trainer Tuomas Iisalo zu Beginn der vergangenen Saison das Ruder übernommen hat. Schon im vergangenen Jahr spielte Bonn eine starke Hauptrunde und scheiterte nur knapp im Playoff-Halbfinale am FC Bayern München.

Harte Arbeit als Schlüssel für den Erfolg

"Coach Iisalo bringt uns immer auf den richtigen Weg und lässt gar keinen Schlendrian reinkommen, damit wir uns nicht auf irgendwelchen Siegen ausruhen", beschreibt Tadda, der gleichzeitig mit Iisalo nach Bonn kam, das Erfolgsgeheimnis. "Die Art und Weise, wie wir spielen, passt zu jedem Spieler gut und jeder Spieler ist bereit, hart zu arbeiten und das ist auf jeden Fall einer der Schlüssel für unseren Erfolg."

Den FC Bayern, neben Berlin zweiter großer Meisterschaftsfavorit, haben die Bonner in dieser Saison schon geschlagen. Ein Sieg gegen Berlin wäre laut Tadda aber noch kein Fingerzeig in Richtung Rest der Liga. "Dafür ist es noch zu früh. Wenn man Berlin und München anschaut, die beide noch sehr aktiv in der Euroleague sind, würde ich das überhaupt nicht überbewerten, wenn wir das Spiel gewinnen."

Über eine mögliche Meisterschaft denken die Bonner aktuell sowieso nicht nach. Vielmehr denken die Baskets von Spiel zu Spiel, so Tadda. "Alles andere würde uns eher schaden."