VfL Bochum - Auf und Ab beim Aufsteiger

Spieler des VfL Bochum jubeln und mit Torwart Manuel Riemann (Mitte) und feuern sich an

VfL Bochum - Auf und Ab beim Aufsteiger

Als Aufsteiger hat der VfL Bochum in der Hinrunde einige etablierte Fußball-Bundesligisten überrascht. Zum großen Ziel Klassenerhalt ist es aber noch ein weiter Weg.

Nach elf Jahren Zweitklassigkeit war der VfL Bochum im Sommer 2021 in die Beletage des deutschen Fußballs zurückgekehrt, die Stadt fiebert mit der Mannschaft von Aufstiegstrainer Thomas Reis.

Vor allem an der heimischen Castroper Straße kann der VfL seine Fans oft mitreißen und zeigt neben Einsatzwillen und Laufbereitschaft auch Spielfreude und Spektakel. So sorgte das Team von Trainer Thomas Reis gleich für mehrere Überraschungen. Allerdings unterliefen dem in der 1. Bundesliga unerfahrenen VfL-Team hin und wieder auch grobe Schnitzer.

So lief die Hinrunde

Im ersten Heimspiel der Saison gab den ersten Sieg, ein 2:0 über den 1. FSV Mainz 05: Bochums Flügelflitzer Gerrit Holtmann entschied die Partie mit einem Traumtor nach einem furiosen Solo, dem späteren Tor des Monats August.

Holtmanns Traumsolo bringt Bochum zum Beben Sportschau 22.08.2021 06:11 Min. Verfügbar bis 30.06.2032 Das Erste

Den Glücksgefühlen folgten allerdings fünf Liga-Spiele ohne Sieg, darunter auch das peinliche 0:7 (0:4) beim FC Bayern München. Bei der höchsten Bundesliga-Niederlage seiner Vereinsgeschichte machte der VfL haarsträubende Abwehrfehler und präsentierte sich nicht erstligareif.

Mit nur vier Punkten belegten die Blau-Weißen vor dem achten Spieltag den vorletzten Tabellenplatz. Im Kellerduell beim Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth Mitte Oktober konnten die Bochumer aber ihre Negativserie beenden - Kapitän Anthony Losilla erzielte das erlösende Siegtor beim 1:0-Auswärtssieg.

Nach diesem Befreiungsschlag feierte der Revierklub weitere Erfolgserlebnisse: Von den folgenden acht Pflichtspielen gingen nur die Auswärtsspiele bei Borussia Mönchengladbach sowie bei Bayer Leverkusen verloren. Der VfL sammelte in dieser Zeit 13 Punkte und zog ins DFB-Pokal-Achtelfinale ein. Dabei spielte sich Milos Pantovic in den Fokus: Mit seinen Fernschuss-Toren brachte er das Ruhrstadion bei den Heimsiegen über 1899 Hoffenheim und den SC Freiburg zum Jubeln.

66-Meter-Tor besiegelt Bochumer Sieg gegen Hoffenheim Sportschau 07.11.2021 08:01 Min. Verfügbar bis 30.06.2022 Das Erste

Nach dem überraschenden 1:1 im Derby gegen Borussia Dortmund zeigte die Formkurve des VfL Bochum Mitte Dezember aber wieder abwärts: Zunächst kassierten die Bochumer eine unnötige 0:2-Niederlage bei Arminia Bielefeld, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Und zum Jahresabschluss gegen Union Berlin verpasste es der personell geschwächte VfL ebenfalls zu punkten.

Wer kommt, wer geht

Der notorisch klamme Revierklub hat laut Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz einen "kleinen Handlungsspielraum" für Transferaktivitäten. Man sichte den Markt vor allem nach einer Verstärkung für die Offensive, die im Schnitt weniger als ein Tor pro Ligaspiel erzielte. "Die Pause ist kurz, das muss man berücksichtigen. Man bräuchte also Spieler, die eine kurze Anlaufphase benötigen. Anfang Januar geht es schon weiter. Das macht das Transferfenster speziell", sagte Schindzielorz.

Als mögliche Winter-Abgänge gelten beim VfL Spieler mit geringen Einsatzzeiten wie Saulo Decarli, Raman Chibsah, Tom Weilandt oder Tarsis Bonga. Sicher die Blau-Weißen hat Soma Nowothny verlassen. Er wechselte nach Zypern zu Famagusta.

Stand: 03.01.2022, 07:28

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