NRW plant 2G im Sport - Profis reicht vorerst PCR-Test

Bayerns Spieler Joshua Kimmich und Serge Gnabry beim Spiel gegen Hoffenheim

NRW plant 2G im Sport - Profis reicht vorerst PCR-Test

Von Michael Buchartz

Nach der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW wird im Sport künftig eine 2G-Regelung gelten. Profisportlern reicht weiterhin zunächst ein PCR-Test.

In der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die am Mittwoch in Kraft tritt, steht demnach, dass "Tätigkeiten der gemeinsamen Sportausübung im Wettkampf und Training auf und in Sportstätten im Amateur und Profisport nur noch von immunisierten Personen ausgeübt werden dürfen. Übergangsweise können Profisportler jedoch einen PCR-Test vorlegen."

Inwieweit die Regelung mit dem Arbeitsrecht, welches bundesweit festgelegt wird und nach dem am Arbeitsplatz auch getestete Personen Zugang bekommen, vereinbar ist, ist fraglich. Aktuell basiert die Teilnahme an Partien auf den diversen Hygieneschutzkonzepten der verschiedenen Profiligen. In diesen sind regelmäßige Tests ein wichtiger Bestandteil.

Arbeitsrechtler Schimke zur möglichen 2G-Regelung für Profisportler Sportschau 19.11.2021 08:51 Min. Verfügbar bis 19.11.2022 Das Erste

"Übergangszeit" für PCR-Tests ist noch unklar

Wie lange die sogenannte "Übergangszeit" für Profisportler dauern soll, ist in der neuen Verordnung nicht festgelegt. Eine WDR-Anfrage dazu hat das Landesgesundheitsministerium bislang nicht beantwortet.

Die 2G-Regelung der Schutzverordnung gilt, sobald die Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen - also die Anzahl der Krankenhaus-Einweisungen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner - über 3,0 liegt. Aktuell steht sie bei 4,22.

Mögliche Auswirkungen auf Fußball-Bundesliga

Sollte die Übergangszeit auslaufen und tatsächlich eine 2G-Regelung zum Beispiel in der Fußball-Bundesliga greifen, hätte das gravierende Auswirkungen: So müsste beispielweise der FC Bayern München dann bei allen Gastspielen in NRW mindestens auf Joshua Kimmich verzichten. Das nächste Auswärtsspiel der Bayern steigt Anfang Dezember beim Meisterschaftskonkurrenten Borussia Dortmund.

Stand: 23.11.2021, 15:32

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