Schalke 04 - Mission "Neustart" nach dem Absturz

Schalke Zugänge Simon Terodde (l.) und Danny Latza

2. Bundesliga Teamcheck

Schalke 04 - Mission "Neustart" nach dem Absturz

Von Michael Buchartz

Der FC Schalke 04 hat die schlechteste Bundesliga-Saison in der Vereinsgeschichte inklusive Abstieg hinter sich. Mit einem runderneuerten Klub und Kader soll der direkte Wiederaufstieg gelingen.

Projekt Wiederaufstieg - schwierig. Zu groß scheinen die Baustellen beim Traditionsklub nach der katastrophalen vergangenen Saison zu sein. Bis auf wenige Ausnahmen wurde der Verein quasi einmal auf links gedreht. Finanziell haben zudem Corona und der Abstieg aus der Bundesliga den "Knappen" schwer zugesetzt, dennoch ist der Wiederaufstieg natürlich der Anspruch.

So lief die vergangene Saison

Die vergangene Spielzeit geht ein in die Geschichtsbücher der Königsblauen: An keinem Spieltag stand die Mannschaft auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Nur drei Siege standen zu Buche, dazu eine Tordifferenz von minus 61. Am Ende stand der verdiente Abstieg.

Doch nicht nur die Mannschaft bot teilweise ein Bild des Grauens: Kollektives Versagen auf allen Ebenen. Die Schuldzuweisungen gipfelten im fast kompletten Wechsel der Führungsriege im Frühjahr beziehungsweise im Juli. Bezeichnend auch die Szenen in der Abstiegsnacht: Spieler wurden von gewaltbereiten Fans um die Arena gejagt, dazu zerstörten sie Autos. Fazit: Schalke ist knapp am kompletten Zusammenbruch vorbeigeschrammt.

Grammozis: "Dieser Umbruch musste stattfinden" Sportschau 15.07.2021 00:34 Min. Verfügbar bis 15.07.2022 Das Erste

Wer kommt, wer geht?

Der Abstieg und die finanziellen Sorgen zwangen den Revierklub zu großen Sparmaßnahmen, sodass ein fast gänzlich neuer Kader entstand. Kaum jemand aus der Abstiegsmannschaft hat diesen Umbruch überlebt, 21 Spieler gingen bisher zu anderen Vereinen. "Wir brauchten diesen Umbruch, man konnte nicht zur Tagesordnung übergehen", sagte Trainer Dimitrios Grammozis im Sportschau-Interview.

Abgegeben wurden vor allem die Großverdiener. Einige weitere Transfers könnten noch folgen, denn im Kader stehen noch hochbezahlte Profis aus der Abstiegssaison: Amine Harit, Omar Mascarell, Ozan Kabak oder Matija Nastasic belasten weiterhin die Kasse.

Geblieben sind vor allem junge, entwicklungsfähige Spieler, die aus der eigenen Jugend stammen. Um diese herum wurden erfahrene Transfers getätigt. Mit Simon Terodde, Dominick Drexler, Marius Bülter und Danny Latza kamen vier Spieler, die das Gefühl des Aufstiegs kennen und das Team anführen sollen. Insgesamt wurden zwölf neue Spieler verpflichtet, dazu kehrten einige Leih-Spieler zurück. Im Schnitt ist der Kader trotz der Erfahrung der Zugänge unter 25 Jahre alt.

Grammozis über die 2. Bundesliga: "Ist brutal!" Sportschau 22.07.2021 01:23 Min. Verfügbar bis 22.07.2022 Das Erste

Stand: 23.07.2021, 06:00

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