Verls Cyrill Akono (M.) im Zweikampf mit Viktorias Christoph Greger (r.).

3. Liga: Fünf Viktoria-Tore gegen Verl in Hälfte zwei

Stand: 22.01.2022, 16:04 Uhr

Viktoria Köln hat das NRW-Duell in der 3. Liga gegen den SC Verl deutlich gewonnen und erzielte dabei in der zweiten Hälfte fünf Tore. Doch danach hatte es in der ersten Hälfte noch nicht ausgesehen.

Von Thorsten Rosenberg

Die Viktoria siegte am Ende mit 5:2 (0:1). Die Gäste waren in der ersten Hälfte das überlegene Team und hätten höher führen können als mit 1:0, das Cyrill Akono bereits nach acht Minuten erzielt hatte. Doch nach einer Steigerung in Hälfte zwei drehten Jeremias Lorch (49.), Lenn Jastremski (56.), zweimal der eingewechselte David Philipp (83./89.) und Seokju Hong (90.+2) zum zwar verdienten aber um ein Tore zu hoch ausgefallenen Erfolg. Nico Ochojski gelang das zwischenzeitliche Anschlusstor (90.).

Eine schlimme Serie von acht sieglosen Spielen hatten die Gäste aus Verl am vergangenen Wochenende mit dem 2:0 bei den Würzburger Kickers brechen können. Dementsprechend selbstbewusst traten die Ostwestfalen in Köln auf. Schon nach sieben Minuten führte der SC. Vinko Sapina eroberte stark im Mittelfeld den Ball und flankte auf Lukas Petkov. Der spielte den Ball am Sechzehner auf den heraneilienden Cyrill Akono, der aus zehn Metern zur Führung einnetzte.

Nur vier Minuten später fast das zweite Verler Tor. Ein schlimmer Fehlpass von Viktorias defensivem Mittelfeldspieler Kai Klefisch landete bei Kasim Rabihic. Sapina nahm seinen Querpass auf, doch der will aus sieben Metern noch einmal querlegen - die Riesenchance war vertan. Zwei Minuten später verzog Akono nach Rabihic-Vorlage aus fünf Metern denkbar knapp. Auch Petkov hatte nach 20 Minuten nach einem Doppelpass mit Akono das 2:0 auf dem Fuß, doch im Eins-zu-Eins scheiterte er an Torwart Moritz Nicolas.

Die Kölner hatten große Probleme, in das Spiel zu kommen, hätten aber nach 23 Minuten fast ausgeglichen, doch Seokju Hongs Kopfball traf nur die Latte. In der Folge wurde die Partie ausgeglichener, doch bis zum Pausenpfiff gelang keinem Team mehr ein Treffer.

Köln dreht die Partie in elf Minuten

Nach dem Wechsel ein anderes Bild: Die Hausherren kamen wie ausgewechselt aus der Kabine, und bereits nach vier Minuten gelang der Viktoria der Ausgleich. Klefischs geschicktes Zuspiel an den Fünf-Meter-Raum veredelte Jeremias Lorch per Kopf zum 1:1.

Nach 56 Minuten war die Partie gedreht: Nach einer kurzen Ecke von Marcel Risse landete der Ball am linken Eck der Box bei Klefisch. Der flankte völlig unbedrängt an den Fünf-Meter-Raum, wo Lenn Jastremski per Hacke zum 2:1 einnetzte. Die Gäste brauchten ein wenig, um wieder zurück ins Spiel zu finden, doch in der Schlussphase fanden die Ostwestfalen wieder zu ihrem Spiel und drückten die Ostwestfalen auf den Ausgleich.

Und sie hatten Chancen, doch sowohl Akono (74.) und Lach (77.) scheiterten in der nun mitreissenden Partie aus aussichtsreichen Positionen.

Joker Philipp mit Doppelpack

Doch ein Doppelpack des in der 71. Spielminute eingewechselten David Philipp (83./89.) machte alle Verler Hoffnungen zunichte. Zwar gelang Nico Ochojski in der 90. Minute noch der Anschlusstreffer, doch in der Nachspielzeit sorgte Hong für den 5:2-Endstand. Die Kölner vergrößerten damit den Rückstand auf die Abstiegsplätze auf vier Zähler, während der SC mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 16 weiter tief im Keller steckt.

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