SC Verl verliert wilden Schlagabtausch mit Saarbrücken

Saarbrücken gewinnt Spektakel in Verl - die Zusammenfassung Sportschau 19.11.2021 02:45 Min. Verfügbar bis 19.11.2022 Das Erste

Fußball | 3. Liga

SC Verl verliert wilden Schlagabtausch mit Saarbrücken

Von Julian Tilders

Der SC Verl hat es verpasst, die Abstiegsränge vorerst zu verlassen. In einem wilden Schlagabtausch drehten sowohl Verl als auch der 1. FC Saarbrücken einmal das Spiel.

Am Freitagabend (19.11.2021) verlor der SC Verl am 16. Spieltag der 3. Liga mit 2:4 (0:1). Saarbrückens Adriano Grimaldi erzielte zwei Treffer (15./73.). Leandro Putaro (60.) und Ron Berlinski (65.) drehten das Spiel zwischenzeitlich. Doch zwei Gegentoren nach dem selben Muster - hohe Flanke von rechts - fielen in der Schlussphase durch Maurice Deville (71.) und Grimaldi. Julian Günther-Schmidt besiegelte die Pleite endgültig (90.+4, FE).

Im Stadion am Lotter Kreuz fuhr Verl damit die vierte Niederlage in Serie ein. Das Team von Trainer Guerino Capretti verbleibt somit auf Platz 17 und hat weiter 16 Punkte auf dem Konto.

Zielspieler Grimaldi hebelt Verl-Abwehr aus

Zunächst zeigten sich beide Klubs eher verhalten. Viel lief zwischen den Strafräumen ab, die Partie begann ziemlich zerfahren. Viel Zeit, sich im anfänglichen Chaos zu sortieren, bekam der SC dann aber auch gar nicht.

Denn Saarbrückens Mittelstürmer Grimaldi brauchte indes keine Orientierungsphase in diesem Spiel, um sich daran zu erinnern, wo das Tor steht. Der 30-Jährige spielte einen Doppelpass mit Julian Günther-Schmidt, Verl-Verteidiger Tom Baack bekam Grimaldi dann nicht zu fassen - und der ehemalige Uerdinger jagte den Ball unhaltbar unter die Latte.

Keine zwei Minuten später schenkte Steffen Schäfer im eigenen Strafraum fahrlässig einen Ball her an Tobais Jänicke, der ablegte auf Grimaldi. Verl konnte von Glück sagen, dass diese Möglichkeit für Saarbrücken nicht schon zum zweiten Tor reichte. Der Saarbrücken-Stürmer wurde im letzten Moment noch am Schuss gehindert (17.).

SC Verl zeigt Trotzreaktion und übernimmt Spielgestaltung

Die Reaktion der Verler auf den Fehlstart war jedoch trotzig. Der SC Verl erarbeitete sich vor der Halbstundenmarke aber deutlich mehr Präsenz am Saarbrücker Strafraum und zeigte sich sehr engagiert, den Rückstand zu egalisieren.

So sorgte der sehr umtriebige Nico Ochojski nach einem schnellen Doppelpass zentral vor dem Sechzehner mit einem Schlenzer für die erste gute Annäherung der Ostwestfalen. Der Ball flog knapp vorbei am Kasten (23.). Vor der Pause steckte Emanuel Mirchev noch aus der eigenen Hälfte wunderbar durch auf Putaro, der aber an FCS-Torwart Daniel Batz aber scheiterte (32.).

Joker Berlinski schlägt voll ein

Nach dem Wiederanpfiff blieben zwingende Torchancen erstmal wieder Mangelware, Verl machte aber dort weiter, wo es aufgehört hatte. Der SC drängte und belohnte sich dann nach einem Standard, den Ochojski aus dem Halbfeld in den Sechzehner brachte. Luca Stellwageni verlängerte auf Putaro, der einköpfte zum 1:1.

Und dann hatte Verl das Spiel auf einmal gedreht. Denn der frisch eingewechselte Berlinski verwertete eine Flanke von Christopher Lannert technisch versiert, hob die Kugel nach der Annahme über Gegenspieler und Torhüter - und schob ein zur Verler Führung.

Saarbrücken schlägt schnell doppelt zurück

Die erste große Chance für Saarbrücken in Hälfte zwei ließ allerdings den Jubel im Stadion am Lotter Kreuz wieder verstummen. Der eingewechselte Deville setzte einen Kopfball nach Flanke von Manuel Zeitz stark unter die Latte und stelle die Anzeigetafel auf 2:2.

Und es kam noch dicker, weil Verl mit hohen Hereingaben weiter Probleme hatte. Grimaldi schnürte den Doppelpack, nachdem er sich gegen die hilflose Verl-Abwehr im Luftkampf durchgesetzt hatte.

Verl gelang der erneute Ausgleich nicht mehr, stattdessen verursachte Schäfer noch einen Foulelfmeter gegen Justin Steinkötter (90.+3). Günther-Schmidt verwandelte dank des Innenpfostens.

Stand: 19.11.2021, 20:49

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