VfL Bochum geht in München unter

Der Ball fliegt zum 1:0 für Bayern München hinter Torwart Manuel Riemann vom VfL Bochum ins Netz

VfL Bochum geht in München unter

Der VfL Bochum hat die höchste Bundesliga-Niederlage seiner Vereinsgeschichte kassiert. Im Auswärtsspiel beim FC Bayern München war der Aufsteiger am Samstag hoffnungslos unterlegen.

Der blau-weiße Revierklub unterlag am Ende mit 0:7 (0:4).

Die Bochumer mussten in München auf Simon Zoller verzichten, der sich unter der Woche im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Anstelle von Zoller bot VfL-Trainer Thomas Reis in der Bochumer Offensive Miloš Pantović auf.

Die Gäste, die zuletzt gegen Hertha verloren hatten, spielten in der Anfangsphase dennoch mutig. Nach einem Bayern-Fehlpass zog Gerrit Holtmann von der rechten Seite nach innen und zog aus zentralen 18 Metern mit links ab (12. Minute). FCB-Torwart Manuel Neuer konnte den platzierten Flachschuss so gerade noch um den linken Pfosten lenken.

Löchrige Bochumer Freistoßmauer

Doch danach zeigte der haushohe Favorit dem VfL rasch die Grenzen auf. In der 17. Minute ging der Rekordmeister dann in Führung. Leroy Sané traf mit einem Freistoß aus mehr als 20 Metern - durch eine löchrige VfL-Freistoßmauer - direkt ins rechte untere Toreck.

Zehn Minuten später erhöhte Joshua Kimmich auf 2:0 - er kam nach einer Flanke von Sané mitten im Strafraum völlig freistehend an den Ball und konnte einschießen. Es spielte nun nur noch der FC Bayern: In der 32. Minute enteilte Serge Gnabry der VfL-Abwehr über rechts und traf platziert zum 3:0.

Reis: "Müssen jetzt vielleicht ein bisschen Spott ertragen" Sportschau 18.09.2021 00:44 Min. Verfügbar bis 18.09.2022 Das Erste

Sympomatisch für den verkorksten Gäste-Auftritt in München war der vierte Treffer ins Bochumer Netz: In der 43. Minute wollte Vasilios Lampropoulos im Lauf den Ball vor heraneilenden Bayern-Verteidigern auf seinen Torwart Manuel Riemann zurücklegen. Riemann war allerdings, vom Griechen unbemerkt, auch schon einige Schritte aus seinem Tor gelaufen - so rollte der Ball zu einem kuriosen Eigentor hinter die Linie.

Bayern auch nach der Pause weiter offensiv

Auch in der zweiten Halbzeit machten die Münchner weiter Druck. In der 61. Minute traf dann auch Bayern-Torjäger Robert Lewandowski: Nach einem Schussversuch von Gnabry landete der Ball bei dem Polen, der den Ball aus wenigen Metern ins Netz drückte. Kimmich schoss kurz darauf nach einer Kopfball-Ablage von Leon Goretzka das 6:0 (65.).

Die Bochumer wirkten überfordert, teilweise hilflos, sie bemühten sich aber um einen Ehrentreffer: So kam Silvere Ganvoula nach einer Flanke von links am Fünfmeterraum zum Kopfball, er verfehlte das Tor aber deutlich (73.).

Stattdessen erzielten die Bayern das siebte Tor: Drei Schüsse von Eric Maxim Choupo-Moting aus wenigen Metern wehrte VfL-Torwart Riemann noch ab, doch mit dem vierten traf der Bayern-Stürmer ins Netz (79.).

"Es hätte auch noch schlimmer kommen können", sagte VfL-Trainer Reis nach der Partie frustiert. "Wir haben Lehrgeld bezahlt."

Bochum in der Abstiegszone

Nach der höchsten Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte den 17. Tabellenplatz, nächster Gegner ist am 26. September der VfB Stuttgart.

Stand: 18.09.2021, 12:31

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