Parker Jackson-Cartwright

Parker Jackson-Cartwright - die Lebensversicherung der Baskets Bonn

Stand: 24.01.2022, 13:33 Uhr

Mit Parker Jackson-Cartwright haben die Telekom Baskets Bonn einen Spielmacher gefunden, der als wertvollster Spieler der Liga gehandelt wird. Er hebt Bonn auf ein neues Level.

Von Michael Buchartz

"Seine Spielweise passt gut zu unserem System - sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung" - dieses Zitat stammt vom Trainer der Bonner Baskets, Tuomas Iisalo. Es ist aus dem Sommer 2021 und beschrieb seinerzeit den neuen Spielmacher der Baskets: Parker Jackson-Cartwright.

Ein halbes Jahr später ist kaum zu glauben, wie gut der 26-jährige Point Guard eingeschlagen hat - mit 40 Punkten stellte er am Sonntag gegen Bamberg einen neuen Saison-Punkterekord auf.

Schon in England und Frankreich wertvollster Spieler

"PJC", wie der Spielmacher umgangsprachlich genannt wird, ist, neben dem erfolgreichen Coach Iisalo, einer der maßgeblichen Gründe für den unerwarteten Bonner Höhenflug. Das Team, was letztes Jahr nur mit Mühe in der Liga blieb, steht derzeit völlig überraschend auf Platz zwei der Tabelle.

Dass Jackson-Cartwright ein sehr guter Basketballer ist, bewies er schon vor seiner Zeit in Bonn. Ausgebildet von der renomierten University of Arizona, wurde er sowohl in Englands Basketball-Liga 2019 als auch in Frankreichs 2. Liga ein Jahr später zum wertvollsten Spieler gewählt.

Statistik spricht für Jackson-Cartwright

Der 1,80 Meter große - für einen Basketballer eher kleine - "Wirbelwind" ist ein starker Tempo-Dribbler und findet erstaunlich oft die richtige Lücke in der Abwehr der Gegner. "Er soll den Takt vorgeben. Und nicht auf seine eigene Statistik schauen", hatte der ehemalige Sportchef Michael Wichterich bei der Verpflichtung vorgegeben.

Nun gibt "PJC" den Takt im Bonner Spiel vor und lässt trotzdem die Statistik sprechen: 18,8 Punkte, 7,5 Assists und 2,1 Steals im Schnitt - es sind Werte eines Anwärters zum "Most Valuable Player" (MVP).

Nebenleute profitieren vom Spielmacher

Natürlich besteht der Bonner Kader nicht nur aus dem Spielmacher, doch er reißt das Team mit und Lücken in die gegnerische Abwehr, die er mit seinem großen Spielverständnis auszunutzen weiß. Dazu kommt, dass er gute Shooter als Nebenleute hat.

Das kann den Point Guard hin und wieder entlasten und die Verantwortung etwas verteilen - dennoch weiß jeder Gegner auch: Nimmt man Bonns Spielmacher raus, sind die Telekom Baskets Bonn ein ganzes Stück schwächer.

Nur Jackson-Cartwright reicht nicht aus

Wie das geht, hat der FC Bayern München im Top-Spiel der BBL eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dort machte "PJC" zwar 30 Punkte, doch die Münchner stellten dem quirligen Mann vor allem die Passwege zu und beraubten ihn damit vielleicht seiner größten Stärke - seine Nebenleute.

Alleine kann auch der talentierte Point Guard die Partien kaum gewinnen. Umso wichtiger wird es für Bonn im restlichen Saisonverlauf sein, dass ihr "Wirbelwind" alle seine Stärken zur Geltung bringen kann. Dann könnten die Baskets in den Playoffs weit kommen - und Jackson-Cartwright vielleicht den dritten persönlichen MVP-Titel in Folge einheimsen.

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