Münsterland-Giro - neuer Kurs und alte Rivalitäten

Die Radprofis treten beim Münsterland-Giro in die Pedale

Radsport | 15. Münsterland-Giro

Münsterland-Giro - neuer Kurs und alte Rivalitäten

Nicht nur André Greipel wird bei seinem letzten Rennen im Münsterland in die Pedale treten. Der Giro feiert sein verspätetes 15. Jubiläum - mit einigen Änderungen.

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Denn es ist ein verspätetes Jubiläum. Die 15. Auflage des Münsterland-Giros musste 2020 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, am Tag der Deutschen Einheit kann das Radrennen nun aber stattfinden (03.10.21, live ab 13.30 Uhr auf sportschau.de und von 14-16 Uhr im WDR-Fernsehen).

Neue Zieleinfahrt und eingeschränktes Rahmenprogramm

Dabei gibt es in Anbetracht der Corona-Lage gewisse Einschränkungen. So gilt die 3G-Regel, außerdem wurden im Einklang mit der Coronaschutzverordnung Veränderungen am Kurs vorgenommen.

Denn das traditionelle Finale im Herzen der Stadt Münster wurde verlegt und steigt nun im Herzen des umgebenden Münsterlandes. Nienberge ist Schauplatz der Zieleinfahrt, nahe dem geografischen Mittelpunkt des Münsterlandes - und nicht der sonst prall gefüllte Schlossplatz. In Nienberge sind 5.000 Fans zugelassen.

Auch das entsprechende Rahmenprogramm fällt aus Sicherheitsgründen weg. Straßensperren entlang der Rennkurse sind jedoch unumgänglich, es wird zu Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen.

140 Profis am Start: Sprint-Duell zwischen Greipel und Cavendish?

Das Profi-Rennen über 200 Kilometer startet im niederländischen Enschede. Einer, der sich dort am Start unter den etwa 140 Kontrahenten in eine gute Position bringen muss, ist André Greipel. Für das letzte Rennen seiner Karriere verzichtete der 39-Jährige auf den Klassiker Paris-Roubaix und entschied sich für den Münsterland-Giro.

Die Sprint-Spezialisten Greipel (2008/2014) und Marcel Kittel (2011/2012) sind bislang die einzigen, die jeweils zwei Siege im Münsterland feiern konnten. Theoretisch könnte "Gorilla" Greipel sich nun zum Abschluss nach 17 Karriere-Jahren zum alleinigen Rekordsieger küren.

Allerdings betonte er: "Für das Rennen habe ich keine Ambitionen. Wenn es einen Sprint gibt, werde ich natürlich versuchen, mich einzumischen und es zu versuchen, aber ich habe diesen Druck nicht mehr und möchte einfach mein letztes Rennen als Profi genießen."

Radprofi Greipel vor Karriereende: "Der Kreis schließt sich" Sportschau 29.09.2021 05:20 Min. Verfügbar bis 29.09.2022 Das Erste

Cavendish fährt mit Ambitionen

Ein weiterer Star ist der Brite Mark Cavendish, ebenfalls Sprinter und langjähriger Rivale von Greipel. Der 36-Jährige dürfte jedenfalls Ambitionen haben - denn Cavendish holte sich nach Krankheit bei der Tour de France vier Etappensiege und das Grüne Trikot für den besten Sprinter.

Mit seinem 34. Tour-Etappensieg knackte er den Rekord von Legende Eddy Merckx, der zuvor 46 Jahre gehalten hatte. Weitere Kandidaten für einen spannenden Sprint am Ende des sind Pascal Ackermann, Zweiter von 2019, sowie Titelverteidiger Álvaro Hodeg.

Auch Amateursportlerinnen und -sportler konnten sich für die sogenannten "Jedermann-Strecken" anmelden, das Organisationsteam rechnete auf WDR-Nachfrage am Freitag mit einer Zahl von "gut 4.000". Die drei Amateur-Rennkurse erstrecken sich über 65, 95 und 135 Kilometer.

jti | Stand: 01.10.2021, 11:41

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