Connor Krempicki (vorne), Spieler des MSV Duisburg

3. Liga: MSV gegen Verl - verlieren verboten

Stand: 10.12.2021, 12:21 Uhr

Im Kellerduell der 3. Liga begegnen sich Duisburg und Verl jeweils in einer tiefen sportlichen Krise. Für beide Teams gilt: Verlieren ist verboten.

Vor dem Kellerduell des MSV Duisburg gegen den SC Verl am Samstag, kann man bei beiden Drittligisten einige Parallelen erkennen. Beide stecken tief in der Krise: Duisburg hat vier Zähler, Verl drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Es ist das oft herbeigerufene "Sechs-Punkte-Spiel" für die Teams. Denn mit einem Sieg könnte man mit Rückenwind ins letzte Spiel vor Weihnachten gehen - und hätte den Anschluss an Rang 15 geschafft.

Verl mit schwacher Defensive

Doch nicht nur da liegen Gemeinsamkeiten: Beide Teams waren zuletzt trotz ansprechender Leistungen nicht erfolgreich. Verl ist seit sechs Partien sieglos. Gegen Dortmund II verlor man am letzten Spieltag 0:3. "Eigentlich bist du das Team, was 3:0 führen muss und dann steht es zur Pause plötzlich 0:3. Das ist fast ein Skandal", zeigte sich Trainer Guerino Capretti frustiert.

Zuvor hatte man in Wehen eine Nullnummer geschafft, allerdings auch zuhause gegen Saarbrücken verloren - und deutliche "Rino raus"-Rufe vernehmen müssen. Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat sprang dem Kollegen damals zur Seite: "Dem Verein wurden alle Leistungsträger weggekauft. Wie kann man da den Kopf des Trainers fordern?" In der Tat hat der SC es nicht geschafft, die abgewanderten Leistungsträger zu ersetzen. Besonders defensiv drückt mit 36 Gegentoren der Schuh.

Führunsspieler beim MSV in der Pflicht

Ganz anders stellt sich die Situation beim MSV dar, die Stimmungslage ist jedoch gleich: Denn Duisburg hat eigentlich erfahrene Leistungsträger. Doch diese sind außer Form oder zu leise. So sollte zum Beispiel Marvin Bakalorz im zentralen Mittelfeld die Zebras anführen. "Er ist leider nicht auf dem Level, dass wir und er sich wünschen", ließ Trainer Hagen Schmidt jedoch durchblicken.

Andere Führungsspieler wie Kapitän Moritz Stoppelkamp seien auf den Außenbahnen auch ein Stück weit "zu weit weg", um das Team zu leiten. Der Kapitän bräuchte ebenso wie das Team mal eine "geile Aktion als Brustlöser". Schmidt nimmt deshalb nun den ein oder anderen Führungsspieler mehr in die Pflicht - neben Stoppelkamp beispielweise Innenverteidiger Oliver Steurer oder Torwart Leo Weinkauf. "Leo ist sein drittes Jahr hier, er könnte mal lauter sein", forderte Schmidt. Auch bei den Innenverteidigern sehe er noch "Luft nach oben".

Sieg würde Rückenwind für Jahresabschluss geben

Für beide Teams gilt in jedem Fall: Verlieren verboten. Ein Sieg würde dagegen wie ein Befreiungsschlag wirken. Duisburg bestreitet schließlich noch ein weiteres Heimspiel, allerdings gegen die starken Osnabrücker. Ein Verler Sieg würde dem SC Rückenwind für das nächste Kellerduell verleihen - auswärts bei Türkgücü München.

Quelle: red

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