Marco Rose: Ein ungemütlicher Abschied droht

Marco Rose, Trainer von Mönchengladbach

Marco Rose: Ein ungemütlicher Abschied droht

Borussia Mönchengladbach droht eine Saison ohne Europacup-Teilnahme. Nach der 1:2-Heimpleite gegen Stuttgart können die Fohlen das internationale Geschäft nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Marco Rose stand am Spielfeldrand und schüttelte immer wieder den Kopf. Er konnte es nicht fassen. Der scheidende Gladbach-Trainer verlässt den Verein möglicherweise mit leeren Händen. Nach der Niederlage wird das Saisonfinale für die Fohlen zur Zitterpartie.

Denn Mönchengladbach braucht am letzten Spieltag nicht nur einen Sieg gegen abstiegsbedrohte Bremer, sondern ist auch auf Schützenhilfe angewiesen, um doch noch in den Europapokal zu kommen. "Das ist für uns eine bittere Niederlage, denn jetzt haben wir es nicht mehr selbst in der Hand", sagte Rose.

Conference League in Gefahr

Nach der 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den VfB Stuttgart ist der Champions-League-Achtelfinalist auf Rang acht zurückgefallen mit einem Punkt Rückstand auf den 1. FC Union Berlin. Auch Sportdirektor Max Eberl war die Enttäuschung anzusehen, er saß regungslos auf der Bank und presste die Lippen zusammen.

Erneut hatte die Mannschaft von Marco Rose eine Führung verspielt. Insgesamt sind in dieser Saision so schon 29 Punkte verloren gegagnen. "Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wir sollten uns diese Woche mal überlegen, wie wir das Spiel machen, wenn wir führen", sagte Mittelfeldspieler Christoph Kramer bei Sky. Die Entwicklung ist besorgniserregend. Seit der Bekanntgabe von Roses Wechsels zu Borussia Dortmund hat Gladbach 10 von 15 Pflichtspielen verloren.

Schon 54 Gegentore

Die Enttäuschung und der Ärger über den Abschied von Trainer Marco Rose sind bei Borussia Mönchengladbach vermutlich längst der Hoffnung auf Besserung mit dem Nachfolger Adi Hütter gewichen. Die Mannschaft wird am Ende dieser Spielzeit schlechter platziert sein als unter Vorgänger Dieter Hecking, der die Mannschaft auf Rang fünf führte und gehen musste.

Die Entwicklung stagniert. Es hat unter Rose in den zwei Jahren große Spiele gegen Bayern München, Spektakel gegen Real Madrid und wochenlange Tabellenführungen gegeben. Aber es offenbaren sich seit langem Schwächen. Mehr als die derzeitigen 54 Gegentore gab es zuletzt vor zehn Jahren - da mussten die Gladbacher als 16. in die Relegation.

red/dpa/sid | Stand: 16.05.2021, 09:43

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