Reis nach historischer VfL-Klatsche: "Schäme mich"

Bochums Trainer Thomas Reis an der Seitenlinie.

Reis nach historischer VfL-Klatsche: "Schäme mich"

Der VfL Bochum hat beim FC Bayern München die höchste Niederlage seiner Bundesliga-Geschichte kassiert und ist gleichzeitig auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Jetzt muss eine Trendwende her.

Zumindest die Fans des VfL Bochum hatten ihren Humor nicht verloren. "Wir sind besser als der S04" sangen die VfL-Anhänger nach der krachenden 0:7-Pleite beim FC Bayern München am Samstag. Der Reviernachbar aus Gelsenkirchen hatte das Auftaktspiel der vergangenen Saison in München sogar mit 0:8 verloren.

Bei den Bochumer Spielern und Verantwortlichen sah das anders aus. "Stinksauer", war Torhüter Manuel Riemann, der zwischenzeitlich mit dem Zählen der Gegentore nicht mehr hinterherkam. "Wenn du es dem Gegner so einfach machst, kriegst du halt acht Stück", sagte er.

Dabei war das vermeintliche 0:8 durch Thomas Müller in der 87. Minute wegen Abseits aberkannt worden. Die Treffer von Leroy Sané (17.), Joshua Kimmich (27., 65.), Serge Gnabry (32.), das Eigentor von Vasilios Lampropoulos (43.) sowie die Tore von Robert Lewandowski (61.) und Eric Maxim Choupo-Moting (79.) zählten dafür.

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Sportschau 18.09.2021 02:21 Min. Verfügbar bis 18.09.2022 ARD Von Taufig Khalil


Löwen: "0:7 geht völlig in Ordnung"

Ob mit sieben oder acht Gegentoren, historisch war die Pleite des VfL sowieso, denn sie löste das 0:6 gegen Werder Bremen aus dem Jahr 2006 als höchste Bundesliga-Niederlage der Bochumer Vereinsgeschichte ab.

Anthony Losilla legte den Finger in die Wunde: "Es ist ein harter Tag. Sieben Stück zu kassieren tut sehr weh. So ist es eben, wenn man die Ordnung nicht halten kann." Trainer Thomas Reis zeigte sich "maßlos enttäuscht. Und heute schäme ich mich auch, weil ich auch die Verantwortung trage".

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Dabei kamen die Bochumer gut in die Partie und konnten die erste Viertelstunde noch ausgeglichen gestalten. Doch dann öffnete der VfL in der Defensive die Schleusen. Beim 1:0 durch einen Freitsoß von Sané sogar buchstäblich, als Elvis Rexhbecaj sich aus der Mauer bewegte und so den Weg zur Münchner Führung frei machte.

Reis: "Waren zu brav"

Doch auch bei den weiteren Gegentore zeigte der VfL wenig bis gar keine Gegenwehr, was auch Reis ärgerte: "Natürlich hast du Respekt, trotzdem muss ich auch mal dazwischenhauen. Das hat nichts mit unfair zu tun, da waren wir heute einfach zu brav."

Auch Gerrit Holtmann bemängelte die Defensivleistung: "Wir haben nicht mehr gemeinsam verteidigt und so haben wir insgesamt verdient mit 0:7 verloren. Es muss sich dringend etwas ändern. In diese Richtung darf es nicht mehr gehen."

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Dritte Niederlage in Folge

In der Tat benötigt der VfL nun dringende eine Trendwende. Die Niederlage in München war die dritte Niederlage in Folge, durch die die Bochumer nun auch auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind. Mit einer Leistung wie in München werden es die Bochumer jedoch auch gegen andere Teams schwer haben.

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Der nächste Gegner des VfL ist am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) der VfB Stuttgart. "Nichtsdestotrotz wischen wir uns den Mund ab und gegen Stuttgart werden die aufgestellt, von denen wir der Meinung sind, dass sie die Punkte holen", gab Reis nach dem Bayern-Spiel die Richtung vor.

Reis: "Müssen jetzt vielleicht ein bisschen Spott ertragen" Sportschau 18.09.2021 00:44 Min. Verfügbar bis 18.09.2022 Das Erste

lt | Stand: 19.09.2021, 12:10

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