Waldhof Mannheim am 13.11.2022 im Stadion Marschweg in Oldenburg Dominik Martinovic (Mannheim) unzufrieden, enttäuscht, enttaeuscht, niedergeschlagen.

3. Liga | Teamcheck Waldhof Mannheim: Aufstieg in Gefahr

Stand: 11.01.2023 17:31 Uhr

Waldhof Mannheim ist mit neuem Trainer und großen Erwartungen in die Saison gestartet. Bisher allerdings kann man beim SVW nicht wirklich zufrieden sein.

So lief es vor der Winterpause

"Wir sind guten Mutes, oben mitzuspielen und eventuell aufzusteigen", erklärte Präsident Bernd Beetz im Juni das Saisonziel der Mannheimer. Mit ihrer Leistung bis zur Winterpause können die Waldhöfer deswegen nicht wirklich zufrieden sein. Statt Spitzenklasse ist man aktuell eher Mittelmaß: Platz acht in der Liga und fünf Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz.

Ein Grund für die aktuelle Platzierung ist vor allem die schwache Auswärtsbilanz der Mannheimer. Noch nicht einen Sieg konnten sie in der Ferne einfahren. Gerade mal zwei mickrige Pünktchen brachten die Waldhöfer von ihren Auswärtsfahrten mit. Zu wenig, wenn man aufsteigen will. Dass das Team um Trainer Christian Neidhart trotzdem noch die Chance hat im Rennen um die 2. Liga, liegt daran, dass sie im eigenen Stadion eine überragende Performance ablieferten. Acht Siege und nur eine Niederlage - zumindest zu Hause spielen die Mannheimer wie ein Aufsteiger.

Mannheim holt endlich wieder auswärts einen Punkt.

Deswegen hält Waldhof Mannheim weiter am Saisonziel "Aufstieg" fest. Das Spiel gegen die Löwen aus München am Samstag könnte dafür schon entscheidend sein, denn auch die Münchner wollen eine Liga höher. Verliert der SVW, wäre das vielleicht schon eine kleine Vorentscheidung. Aber in Mannheim dürften sie optimistisch sein, denn es ist immerhin ein Heimspiel.

Aus im DFB-Pokal

Dass es Zuhause nicht immer klappt mussten die Waldhöfer allerdings im DFB-Pokal gegen Nürnberg erfahren. In Runde Zwei wollten sie eigentlich die Überraschung schaffen und den Zweitligisten aus dem Pokal werfen - stattdessen sind jetzt die Mannheimer raus. Und das, obwohl sie über weite Strecken keinen Klassenunterschied erkennen ließen. Aber am Ende war es dann Pech, als Mannheims Gerrit Gohlke bei einer missglückten Abwehraktion den Ball ins eigene Tor beförderte.

Wer kommt, wer geht?

In Sachen Wintertransfers ließen es die Mannheimer bisher ruhig angehen. Abgänge gibt es gar nicht und auch nur ein neuer Spieler wird den Waldhof verstärken: Linksverteidiger Luca Bolay kam ablösefrei vom Karlsruher SC und bietet eine Alternative auf der defensiven Außenbahn. Für ihn dürfte es vor allem darum gehen, endlich wieder Spielpraxis zu sammeln, denn in der laufenden Saison reichte es für ihn beim KSC gerade einmal zu einer einzigen Minute Einsatzzeit.

Felix Ivorere, ebenfalls vom Karlsruher SC, wird dagegen kein Mannheimer werden. Noch vor Weihnachten hatte er sich im Training beim Waldhof vorgestellt und dort als Testspieler einige Einheiten absolviert. Vorerst soll es allerdings nicht für einen Vertrag in Mannheim gereicht haben.

Gerne hätten die Waldhöfer wohl auch Michael Schultz von Zweitligisten Eintracht Braunschweig verpflichtet, der soll aber nach Medienberichten zum Ligakonkurrenten Viktoria Köln wechseln. Eine offizielle Bestätigung steht aber noch aus.

Der Trainer

Seit dieser Saison steht bei Waldhof Mannheim Christian Neidhart an der Seitenlinie. Der Niedersachse war zuvor Cheftrainer bei Rot-Weiß Essen, gegen das die Mannheimer im Oktober die einzige Heimniederlage der Saison kassierten.Trotz der enttäuschend verlaufenen Spielzeit scheint Neidharts Trainerstuhl bisher allerdings noch nicht zu wackeln - ob das auch so bleibt, sollte das erklärte Saisonziel "Aufstieg" verpasst werden, bleibt abzuwarten.

Erwartungen an die Saison: Aufholjagd

Ein klassisches Wintertrainingslager in der Sonne gab es in dieser Saison nicht. Stattdessen blieben die Waldhöfer dort, wo es am Schönsten ist: Zuhause am Alsenweg. Neben Trainingseinheiten gab es Teststpiele gegen Zweitligisten, die man allerdings beide deutlich verlor. Gegen den 1.FC Heidenheim stand es am Ende 0:2, gegen den Karlsruher SC kassierte man sogar eine 1:5-Niederlage. Nicht unbedingt das beste Zeichen in Richtung Rückrunde, die für die Mannheimer wohl vor allem eins wird: eine Aufholjagd.