VfB-Legende Cacau: "Gegen Leverkusen brauchen wir Mut"

Cacau jubelt über Siegtreffer gegen Leverkusen

Fußball | Bundesliga

VfB-Legende Cacau: "Gegen Leverkusen brauchen wir Mut"

Seit elf Jahren wartet der VfB Stuttgart auf einen Heimsieg gegen Bayer Leverkusen. Am Sonntag (15:30 Uhr) kommt es wieder zu diesem Duell. Und die Frage lautet: Wie knackt man die Werkself?

Es war am 17. April 2010, als der VfB Stuttgart zum letzten Mal zuhause gegen Bayer Leverkusen gewonnen hat. Anders formuliert: Seit elf Jahren oder neun Heimspielen wartet der VfB auf einen Heimsieg im Duell gegen die Werkself. Der letzte Siegtorschütze war Cacau. Zweimal hat der ehemalige Nationalspieler 2010 getroffen und aus einem 0:1 ein 2:1 gemacht.

"Ich habe 2010 noch gut in Erinnerung, wir waren damals ein starkes Team. Wir haben viel Druck gemacht und wir hatten viele Chancen. Ich habe dann den Ball zum 2:1 ins Tor geschossen! Vor der eigenen Kurve! Das tat gut, das wünsche ich dem Team am Sonntag auch!"

Quelle: Cacau, früherer VfB-Stürmer

VfB mit magerer Ausbeute gegen Bayer

Seit dem 17. April 2010 tut sich der VfB aber schwer gegen die Werkself. Sechs Niederlagen und drei Unentschieden ist die magere Bilanz. 2010 war das ganz anders. Das 2:1 war der fünfte Sieg in Folge für den VfB, der in Richtung Europa League marschierte. Leverkusen musste hingegen die vierte Auswärtsniederlage infolge hinnehmen und bangte um die Championsleague.

"Leverkusen war damals kein Angstgegner für uns und genauso muss man heute spielen, mit Mut. Aber man darf auch hinten nicht viel zulassen. Ziel muss es sein standhaft zu bleiben und die 'Null' zu halten", rät Cacau dem VfB-Team für das Aufeinandertreffen am Sonntag. "Stabil stehen und dann die Chancen nutzen, die man bekommt. Wenn Leverkusen zuerst trifft, wird es schwer, weil sie mit ihren schnellen Spielern immer gefährlich sind.“

Am Ende der Saison 2010 wurde der VfB Sechster und Leverkusen Vierter. Seither haben sich die Kräfteverhältnisse weit auseinander entwickelt. Leverkusen hat sich als Spitzenmannschaft etabliert und der VfB muss sich nach zwei Abstiegen wieder nach oben kämpfen.

Wie schlägt man endlich wieder einmal Leverkusen?

Die Ausgangssituation für Sonntag ist also nicht leicht. Neben Verletzungspech fehlt dem VfB auch etwas Spielglück. Nach dem furiosen Start gegen Fürth tun sich die Schwaben schwer. Leverkusen dagegen ist in Torlaune. Zuletzt wurde zwar gegen Dortmund nach dreimaliger Führung noch mit 3:4 verloren, aber die Werkself hat in den ersten vier Spielen bereits 12 Tor erzielt.

"Das Problem, dass der VfB gerade hat, sind die vielen Verletzten. Sasa Kalajdzic war ein Torgarant, der fehlt jetzt", hat Cacau die Probleme bei den Schwaben ausgemacht. "Die Verantwortung muss auf mehrere Schultern verteilt werden und das ist nicht so einfach. Aber ich sehe den VfB gerade in einer Stabilisierungsphase, ich hoffe die Verletzten kann man kompensieren, damit die positive Entwicklung weiter geht." Der 40-Jährige blickt aber positiv nach vorne: "Der Weg, der eingeschlagen wurde, ist der richtige. Wir haben gute Spieler und eine attraktive Spielweise, das macht Hoffnung für die Zukunft.“

Es wäre also ein guter Zeitpunkt, die schlechte Heimserie gegen Leverkusen zu beenden. Mit einem Sieg könnte man zu Leverkusen aufschließen, beide Teams hätte dann sieben Punkte nach fünf Spielen - und ein solcher Saisonstart würde den VfB etwas entspannter in die Zukunft blicken lassen.

SWR | Stand: 18.09.2021, 10:17

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