U21-Kader: Starke Südwest-Achse für die EM

Zwei Stützen aus dem Südwesten im U21-Team: Jonathan Burkhardt von Mainz 05 mit seinem ehemaligen Teamkollegen und jetzigen Wolfsburger Ridle Baku

Fußball | U21-Nationalmannschaft

U21-Kader: Starke Südwest-Achse für die EM

Im Fokus des EM-Kaders der U21 steht ganz klar der erst 16-Jährige Youssoufa Moukoko. Doch neben dem Wunderkind aus Dortmund ist das DFB-Nachwuchsteam fest in Südwest-Hand.

Alle Augen auf Moukoko. Der Nachwuchsstar von Borussia Dortmund - das "BVB-Wunderkind" - steht mit erst 16 Jahren im DFB-Kader für die U21-Europameisterschaft in Ungarn und Slowenien. Seine Nominierung war mit Spannung erwartet worden. Denn nie zuvor trug ein 16-Jähriger das Trikot der deutschen U21-Nationalmannschaft. "Mit Youssoufa haben wir ein außergewöhnliches Talent in Deutschland, das wir behutsam und leistungsgerecht fördern wollen. In enger Absprache mit Borussia Dortmund haben wir deshalb beschlossen, ihn zu nominieren", sagt DFB-Trainer Stefan Kuntz.

Starke Südwestachse

Neben dem BVB-Toptalent kann Kuntz auch auf eine starke Südwest-Achse bauen. Allen voran auf Abwehrspieler Ridle Baku vom VfL Wolfsburg. Der ehemalige Profi von Mainz 05 ist für die defensive Stabilität des Teams enorm wichtig.  Hier setzte sich Kuntz gegen Bundestrainer Joachim Löw durch, der den 22-Jährigen wohl auch gerne für die A-Nationalmannschaft gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien Ende des Monats nominiert hätte.

Mit bei der U21 dabei ist auch der Freiburger Nico Schlotterbeck, aktuell ausgeliehen an Union Berlin. Im Tor führt aktuell kein Weg an Lennart Grill vorbei. Der Ex-Keeper des 1. FC Kaiserslautern darf aktuell bei Bayer Leverkusen in der Bundesliga zwischen den Pfosten stehen und Erstliga-Erfahrung sammeln. Der zweite Torhüter Finn Dahmen hat bei Mainz 05 ebenfalls gezeigt, dass man mit ihm einen verlässlichen Vertreter für Stammtorwart Zentner hat. Im Offensivbereich sind ebenfalls zwei Akteure aus dem Südwesten im U21-Kader: Der Mainzer Jonathan Burkhardt und Matteo Klimowicz vom VfB Stuttgart. Der Stürmer der Schwaben steht vor seiner U21-Premiere.

Neuer Modus

Neu ist, dass die diesjährige EM aufgeteilt wird. Die Gruppenphase findet vom 24. bis 31. März statt. Vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften spielen um die Viertelfinal-Teilnahme. Am 31. Mai geht es dann mit der K.O.-Runde weiter. Das Finale findet dann am 6. Juni statt. Die Turniersplittung verhindert eine Überschneidung mit der Europameisterschaft der A-Nationalmannschaften, die ebenfalls im Sommer stattfindet. Eine Konkurrenzsituation sowohl bei den Übertragungen, als auch bei den Nominierungen von Spielern, die für beide Mannschaften in Frage kämen, kann dadurch verhindert werden.

Große Vorfreude

Das deutsche Team trifft sich am Sonntag - an dem etwa Jonathan Burkardt mit Mainz 05 noch in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim gefordert ist - und reist am Montag nach Ungarn weiter. Dort steht schon am Mittwoch in Szekesfehervar das erste Gruppenspiel gegen Gastgeber Ungarn an. Die weiteren Gegner sind die Niederlande (27. März) und Rumänien (30. März). "Wir freuen uns nun, dass es endlich losgeht", sagt Trainer Stefan Kuntz: "Unser klares Ziel ist die Qualifikation für die Finalrunde im Sommer, auch wenn wir wissen, dass das eine große Herausforderung wird."

SWR | Stand: 17.03.2021, 06:37

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