Trotz Corona-Fällen: FCK erkämpft Heimsieg gegen Wehen Wiesbaden

Kenny Prince Redondo (Kaiserslautern), Mehmet Kurt (Wiesbaden)

Fußball | 3. Liga

Trotz Corona-Fällen: FCK erkämpft Heimsieg gegen Wehen Wiesbaden

Der FCK bleibt in der 3. Liga auf Erfolgskurs: Im Verfolger-Duell gegen den SV Wehen Wiesbaden gewannen die Pfälzer mit 1:0 (0:0) und bleiben an den Aufstiegsplätzen dran.

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich unbeeindruckt von der coronabedingten Unruhe in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Wehen Wiesbaden gezeigt. Vor 17.080 Zuschauern setzten sich die Roten Teufel mit 1:0 durch - und das, obwohl insgesamt acht Spieler aufgrund eines positiven Corona-Befundes oder einer Erkältung ausgefallen waren.

Antwerpen: "Wir wollten nicht lamentieren"

"Wir haben das als Herausforderung begriffen. Wir wollten nicht lamentieren! Die Jungs, die da sind, sind gute Jungs", sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen nach der Partie gegenüber SWR Sport. "Ich bin auf den ganzen Laden stolz. Es war ein verdienter Sieg."

FCK-Trainer Marco Antwerpen zum Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden 02:20 Min. Verfügbar bis 04.01.2022

Antwerpen musste aufgrund der angespannten personellen Lage die Startelf im Vergleich zum 2:1-Derbysieg gegen Saarbrücken auf fünf Positionen verändern, unter anderem fehlten Kapitän Jean Zimmer und Stamm-Keeper Matheo Raab. Bei den Gästen feierte Markus Kauczinski sein Drittliga-Debüt als Cheftrainer in Wiesbaden.

3. Liga: 1. FC Kaiserslautern - SV Wehen Wiesbaden 1:0 08:41 Min. Verfügbar bis 20.11.2022

Temporeiche Anfangsphase

Beide Mannschaften starteten ohne großes Abtasten in die Partie, der FCK hatte bereits nach zwei Minuten die erste Ecke. Der Kopfball von Daniel Hanslik ging aber ein Stück am Tor vorbei. Auf der Gegenseite musste FCK-Torhüter Spahic nach 13 Minuten das erste Mal ernsthaft eingreifen und einen Distanzschuss aus 25 Metern von Bjarke Jacobsen parieren.

Im Anschluss flachte das Tempo ein wenig ab, denn beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Die neuformierte Heimelf brachte zwar viel Leidenschaft auf den Rasen im Fritz-Walter-Stadion, kam aber selten gefährlich vors Wiesbadener-Tor.

Erst kurz vor der Pause schoss der Puls der Fans noch einmal richtig hoch: Lauterns Marlon Ritter flankte von rechts in den Strafraum, wo der freistehende Kenny Redondo die Hereingabe per Kopf aber nicht aufs Tor bekam - die bis dahin beste Chance eines intensiven Spiels, das mit 0:0 in die Pause ging.

Lautern mit mehr Spielanteilen nach der Pause

Zur zweiten Hälfte verzichteten beide Trainer zunächst auf personelle Änderungen. Die erste Viertelstunde nach dem Seitenwechsel blieb weiter umkämpft, beide Abwehrreihen standen sicher und ließen wenig zu. In der 61. Minute der erste Wechsel bei den Roten Teufeln: Für Nicolás Sessa kam Felix Götze in die Partie. Die Gastgeber wurden dominanter und drückten den SVW immer weiter in die eigene Hälfte.

Umstrittener Elfmeter bringt FCK in Führung

In der 68. Minute wurde der Drang dann belohnt: Der über die halbrechte Seite stürmende Götze wurde an der Strafraumgrenze durch einen kurzen Trikot-Zupfer von Dennis Kempe von den Beinen geholt. Schiedsrichter Nico Fuchs entschied durchaus umstritten auf Strafstoß. Ritter trat an und schob den Ball präzise zur verdienten 1:0-Führung ins Tor.

Für die Lauterer aber kein Grund nachzulassen. Im Gegenteil, der FCK spielte weiter nach vorne und drängte auf die Entscheidung. Wiesbaden fehlten hingegen die zündenden Ideen, um sich gegen die Defensive der Antwerpen-Elf durchzusetzen. In der Schlussphase schwanden den dezimierten Roten Teufeln merklich die Kräfte, aber sie brachten mit großem Einsatz die knappe Ein-Tore-Führung über die Zeit.

FCK-Profi Mike Wunderlich: "Die Tabelle sieht ganz gut aus" 02:10 Min. Verfügbar bis 04.01.2022

Wunderlich: "So ein schmutziges 1:0 ist immer gut"

"So ein schmutziges 1:0 ist immer gut", sagte FCK-Spielmacher Mike Wunderlich nach der Partie: "Die drei Punkte zählen. So kann es weitergehen. Jetzt gilt es in Dortmund nachzulegen." "Wir wussten um unsere Qualität - auch wenn viele Spieler gefehlt haben", meinte auch Verteidiger Boris Tomiak.

FCK-Profi Boris Tomiak: "Wir wussten um unsere Qualität" 01:01 Min. Verfügbar bis 04.01.2022

Durch die drei Punkte klettert der 1. FC Kaiserslautern mit nun 25 Punkten auf den vierten Tabellenrang und hält Anschluss an die Aufstiegsplätze. Wehen Wiesbaden rutscht auf Platz neun.

SWR | Stand: 20.11.2021, 18:26

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