Christian Eichner beim Trainingsauftakt des KSC

Fußball | 2. Bundesliga Trainingsauftakt: KSC sucht weiter nach Hofmann-Ersatz

Stand: 12.06.2022 18:14 Uhr

Der Karlsruher SC ist am Sonntag in die Saisonvorbereitung gestartet. Den Badenern fehlte dabei noch ein gleichwertiger Ersatz für den abgewanderten Topstürmer Philipp Hofmann.

Mit 24 Spielern hat Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Sonntagmorgen den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Einen Ersatz für den zum VfL Bochum gewechselten Philipp Hofmann konnte der KSC den rund 350 Fans auf dem Trainingsplatz jedoch noch nicht präsentieren. Trainer Christian Eichner verwies im Interview mit SWR Sport auf Fabian Schleusener als Option, "der ja auch schon bewiesen hat, dass er durchaus weiß, wo vorne das Tor steht".

KSC-Trainer Christian Eichner freut sich auf die Vorbereitung

Auch in Malik Batmaz und Jugendspieler Stefano Marino sehe er talentierte Offensiv-Kräfte. "Ansonsten ist es nicht ganz so einfach, einen Philipp-Hofmann-Ersatz zu finden, weil er die Latte in den letzten drei Jahren schon auf ein gewisses Niveau gelegt hat."

Hofmann-Ersatz bis zum Trainingslager

Die 18 Treffer, die Philipp Hofmann in der vergangenen Saison erzielt hat, werden dem KSC auf jeden Fall fehlen. Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer erwartet allerdings eine schnelle Lösung. "Wir sind mit drei oder vier Spielern im engen Austausch. Es wäre wünschenswert und sinnvoll, dass der neue Mann spätestens zur Abreise ins Trainingslager da ist", sagte Kreuzer. Es sei sogar möglich, dass der Club noch einen zweiten Stürmer unter Vertrag nehme.

Christian Eichner: Realismus "kann auch sexy sein"

Der neue Stürmer soll dem KSC dabei helfen, möglichst schnell die 40-Punkte-Marke zu knacken, die gemeinhin zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga benötigt wird. Erst danach wolle Eichner nach höheren Zielen streben. Demnach müssten die KSC-Fans mindestens so lange auf den heiß ersehnten Bundesliga-Aufstieg warten, wie auf die Eröffnung des neuen KSC-Stadions. "Dieses Träumen und Schwelgen in Zeiten, in denen man ganz oben war, ist ja völlig legitim", sagte Eichner. "Wir wären ja die ersten, die Dinge korrigieren würden, um den Step in dieser Liga nach vorne zu kommen."

In der Tat spielte der KSC in der vergangenen Saison lange Zeit gut mit und hatte immer mal wieder die Chance, an die Aufstiegsplätze heranzurücken. Doch nach sieben sieglosen Spielen im Saisonfinale stolperte Eichners Team als Tabellenzwölfter über die Ziellinie. "Wir tun sehr gut daran, realistisch zu bleiben", meint Eichner daher. "Das kann auch sexy sein."

Mehr Attraktivität mit Arase und Nebel

Für die Attraktivität sollen unter anderem die Neuzugänge sorgen - allen voran Kelvin Arase von Rapid Wien und der von Mainz 05 ausgeliehene Offensiv-Spieler Paul Nebel. Beide sollen auf den Flügeln für frischen Wind sorgen und den gesuchten neuen Stürmer mit Flanken füttern. "Ich glaube schon, dass ich mich in erster Linie über mein Spiel mit dem Ball identifiziere", sagte Nebel im Interview mit SWR Sport. "Aber ich glaube auch, dass ich weiß, was man hier gegen den Ball machen muss."

Welche Qualitäten bringt Paul Nebel mit zum KSC?

O'Shaughnessy fällt mit Wadenbeinbruch aus

Beim Start in die Saisonvorbereitung waren auch die übrigen Neuzugänge dabei: Torhüter Kai Eisele (Fortuna Düsseldorf), Innenverteidiger Marcel Franke (Hannover 96) und Tim Rossmann aus dem Nachwuchsbereich des Clubs.

Allerdings musste Eichner auch einen schmerzenden Ausfall hinnehmen: Nach Angaben von Mannschaftsarzt Marcus Schweizer hat sich Innenverteidiger Daniel O'Shaughnessy bei der 0:1-Niederlage der finnischen Nationalmannschaft in Rumänien am Samstag das Wadenbein gebrochen und wird mehrere Monate ausfallen. "Bis er wieder einsatzfähig ist, könnte es dann schon Oktober werden", sagte Kreuzer zur schweren Verletzung des Finnen. Torhüter Marius Gersbeck, Innenverteidiger Christoph Kobald und Rechtsverteidiger Sebastian Jung fehlten ebenfalls. Das Trio wird nach diversen Verletzungen im September zurückerwartet.