Frust bei Waldhof Coach Patrick Glöckner nach der Niederlage gegen Viktoria Köln.

Fußball | 3. Liga

SV Waldhof Mannheim: Angst vor dem Aufstieg?

Stand: 26.01.2022, 11:54 Uhr

Mit der 0:1-Heimniederlage gegen Viktoria Köln hat der SV Waldhof Mannheim erneut den Sprung auf einen Aufstiegsplatz in der 3. Liga verpasst. Ausgerechnet zu Hause läuft aktuell wenig zusammen. Zur Waldhof-Krise die Meinung von SWR-Sportredakteur Stefan Kersthold.

Die Landesregierungen diskutieren derzeit, bei allen Risiken wegen der nach wie vor steigenden Coronazahlen, über die Rückkehr der Fans in die Stadien. Endlich wieder mehr Unterstützung, endlich wieder Stimmung. Beim SV Waldhof Mannheim dürfte man allerdings froh sein, dass in den ersten beiden Heimspielen des Jahres nur 500 Zuschauer in die Arena durften. Die Pfiffe und Unmutsäußerungen nach den Niederlagen gegen Borussia Dortmund II und Viktoria Köln wären bei vierstelligem Support mit Sicherheit schlimmer ausgefallen. Fakt bleibt aber: Gegen zwei Teams, die in der Tabelle hinter den Mannheimern platziert waren und es immer noch sind, lautet die Bilanz null Punkte. Und obwohl beim Abstiegskandidaten Würzburger Kickers ein glücklicher 2:1-Sieg gelang, der Start in die Rückrunde muss nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen als gründlich misslungen bezeichnet werden.

Kein Mut, kein Tempo, kein Plan

Was mich bei der Niederlage gegen Viktoria Köln am meisten erstaunt hat: Nach dem Gegentreffer kurz nach der Pause fehlte es an fast allem. Kein Aufbäumen gegen die drohende Pleite, wenig durchdachte Aktionen im Spielaufbau, die Offensive ohne Wirkung.

Waldhof-Coach Patrick Glöckner stellte danach am "Magenta"-Mikrofon fest, der Auftritt sei "zu verkopft" gewesen. Wobei ich mir da die Frage stelle, warum das so war. Denn in der Vergangenheit haben die Waldhof-Jungs schon häufiger bewiesen, dass sie die Qualität haben, um oben mitzuspielen. Vielleicht ist es ja die Angst vor dem Erfolg, der Kopf und Beine der Mannheimer Kicker lähmt. Hier sind jetzt die psychologischen Fähigkeiten des Trainerteams gefragt.

Vorbild FCK

Denn dass in dieser Liga trotz der enteilten Magdeburger nach wie vor vieles möglich ist, hat in den letzten Wochen der pfälzische Konkurrent der Kurpfälzer eindrucksvoll bewiesen. Und warum soll nicht auch der SV Waldhof mit dem Auswärtsspiel beim SV Meppen eine ähnliche Serie starten wie der 1. FC Kaiserslautern? Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, das Derby in der kommenden Saison in der zweiten Liga zu reportieren.....

Quelle: SWR

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