Frau macht Yoga

Sport erklärt | Yoga So bekommst Du mehr Kraft durch Yoga

Stand: 15.06.2022 16:53 Uhr

Die Zeiten, in denen Yoga nur etwas für Erleuchtete und Indien-Fanatiker ist, sind längst vorbei. Yoga ist Trendsport und Lifestyle. SWR Sport erklärt, wie Yoga wirkt.

Yoga boomt, Yoga liegt im Trend. Rund 300 Millionen Menschen weltweit praktizieren Yoga. Rund vier Millionen Deutsche rollen regelmäßig die Matte aus. Nach Wandern, Fahrradfahren, Joggen und Schwimmen, ist Yoga mittlerweile in Deutschland die beliebteste Freizeitsportart. Der früher als esoterisch angesehene und als angestaubt geltende Sport zieht inzwischen weltweit die Massen an.

Was ist Yoga?

Yoga ist eine mehr 3.000 Jahre alte Tradition aus Indien, die Körper und Geist vereinen und miteinander ins Reine bringen soll. Durch die Kombination aus Haltungs-, Dehnungs- und Atemübungen normalisieren sich Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz, weil das tiefe Ein- und Ausatmen harmonisch mit der Bewegung einhergeht.

Beim Praktizieren von Yoga-Übungen, den sogenannten Asanas, werden zahlreiche Körperbereiche angesprochen: der Gleichgewichtssinn, das Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur und das Nervensystem. Yoga ist keine esoterische Entspannungsmethode, sondern macht unglaublich fit und stark.

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Kann man mit Yoga abnehmen?

Mit Yoga kann man sehr effektiv Fett verbrennen. Studien zeigen, dass 16 Wochen Yoga-Praxis, dreimal pro Woche für eine Stunde, das Körpergewicht um etwa zwei Kilogramm reduziert, den Bauchumfang verringert und den Körperfett-Anteil deutlich senkt.

Ein Klassiker unter den Yoga-Übungen ist der "Sonnengruß", eine Bewegungsabfolge von zwölf Einzelübungen. Mehr als 500 Muskeln werden beim Sonnengruß im ganzen Körper gleichzeitig beansprucht. Der Sonnengruß enthält Zurückbeugen, Vorbeugen, Planks und Liegestützen.

Eine Frau in schwarze Leggins und braunem Oberteil zeigt die einzelnen Phasen des Sonnengrußes beim Yoga

Die einzelnen Phasen des Sonnengrußes beim Yoga

Die Ausführung kann jeder nach seinem Leistungsvermögen gestalten. Neben dem Herz-Kreislauf-System wird zusätzlich der gesamte Körper gestärkt, Muskeln aufgebaut und gedehnt.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Yoga-Stilen:

Hatha Yoga

Der Klassiker - für Anfänger und Fortgeschrittene perfekt, um die Übungen exakt zu lernen und auszuführen.

Vinyasa oder Vınyasa Flow

Bewegungen synchron zum Atem, oft auch als Choreographie zur Musik. Für Anfänger und Fortgeschrittene, um sich richtig auszupowern.

Ashtanga Yoga

Dieser Yoga-Stil ist recht intensiv und wird immer in der gleichen Reihenfolge praktiziert. Für den Körper besonders anstrengend sind die fließenden Übergänge von einer Übung in die andere. Ashtanga Yoga ist auch die Basis für Power Yoga.

Eher für Fortgeschrittene geeignet

Iyengar Yoga

Basierend auf den Lehrern des Yoga-Lehrers B.K.S Iyengar, konzentriert sich dieser Stil besonders auf die Ausrichtung des Körpers. Beim Iyengar Yoga werden einzelne Asanas über längere Zeit gehalten, sehr gerne werden auch Hilfsmittel benutzt.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet

Bikram- oder Hotyoga

Geübt wird bei einer Raumtemperatur von 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent. Das hilft beim Dehnen, zudem wird durch das Schwitzen der Stoffwechsel stark angeregt. Du nimmst ab und wirst beweglicher. Eine Bikram Yogastunde dauert 90 Minuten und besteht aus einer Serie von 26 festgelegten Asanas.

Eher für Fortgeschrittene geeignet

Yin Yoga

Die Übungen werden sehr lange gehalten, meistens zwei bis drei Minuten. Deine Faszien bzw. dein Bindegewebe werden dabei intensiv gedehnt. Ins Schwitzen kommst du bei diesem ruhigen Yogastil eher nicht, dafür kannst du sehr gut relaxen.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet

Aerial oder Flying Yoga:

Beim Aerial oder Flying Yoga hängst Du an einem festen, von der Decke herabhängenden, Tragetuch. Alle bekannten Asanas werden schwingend in der Luft praktiziert. So kannst du schwebend herausfordernde Posen einnehmen, die dir am Boden schwerfallen.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet