Daniel-Kofi Kyereh wechselt aller Voraussicht nach vom Zweitligisten FC St. Pauli zum Bundesligisten SC Freiburg.

Fußball | Bundesliga SC Freiburg angelt sich wohl Daniel-Kofi Kyereh vom FC St. Pauli

Stand: 20.06.2022 15:46 Uhr

Der von mehreren Bundesliga-Clubs umworbene Daniel-Kofi Kyereh vom FC St. Pauli hat sich offenbar entschieden.

Es ist zwar noch nicht offiziell, aber offenbar zieht es den offensiven Mittelfeldspieler nun zum SC Freiburg.

Wie ist die Lage?

Neben dem SC Freiburg sollen sich auch der FSV Mainz 05, der VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach und Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen um die Dienste des ghanaischen Nationalspielers bemüht haben. Besonders die Bremer waren nach Berichten der "Deichstube" und auch der "Bild"-Zeitung bereit, für einen Transfer des 26-Jährigen bis an ihre finanzielle Schmerzgrenze zu gehen. Als Ablösesumme für Kyereh, der beim FC St. Pauli noch ein Jahr Vertrag hat, steht ein Betrag von vier bis fünf Millionen Euro im Raum. Wettbewerbsübergreifend kam Daniel-Kofi Kyereh in der abgelaufenen Saison auf 13 Tore und elf Vorlagen. "Angesichts seiner Leistungen in der abgelaufenen Saison müsste schon viel passieren, dass ich sage: der kommt nicht mit", so Ghanas Nationaltrainer Otto Addo über die WM-Chancen Kyerehs.

Was zeichnet Daniel-Kofi Kyreh aus?

Daniel-Kofi Kyreh war in der vergangenen Saison beim FC St. Pauli neben Guido Burgstaller (jetzt SK Rapid Wien), "der" zentrale Spieler. Der SC Freiburg darf sich auf einen sehr agilen, dribbelstarken und torgefährlichen Dampfmacher freuen. Zudem hat er ein gutes Auge für seine Nebenleute und einen eingebauten Turbo, wenn Beschleunigung gefragt ist. Ausbaufähig ist sein Kopfballspiel. Auch weil er mit einer Körpergröße von 1 Meter 79 nicht zu den Leuchttürmen der Liga gehört. Kyreh ist kein Lautsprecher, eher ein Mann der kurzen Sätze. Dennoch lässt er es sich nicht nehmen, eigene Tore mit einer turnerischen Einlage zu zelebrieren.

Wie ist sein Werdegang?

Seine Karriere verlief nicht gerade wie geschnitten Brot. Erst mit 24 ist er beim FC St. Pauli bei den Profis durchgestartet. In Niedersachsen beim SC Gitter hat er gelernt sich die Kickstiefel zu schnüren. Anschließend durchlief er bei Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg die Jugendabteilungen. Nach einem Kreuzbandriss ging es beim VfL für ihn nicht mehr weiter. Kyreh wechselte deshalb zum Regionalligisten TSV Havelse. Havelse? Da war doch was!? Genau! Die SC-Freiburg-Legenden Volker Finke und Jens Todt starteten auch von hier aus ihre Karriere. Beim TSV machte es auch "Klick" in seinem Kopf und Daniel-Kofi reifte auch im Kopf zu einem Profi. Folgerichtig sein Wechsel 2018 zum Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Nach zwei Spielzeiten kletterte das "gereifte Talent" dann noch eine Etage höher in die 2. Liga zum FC St. Pauli.