Nach Rechtsstreit: Koblenz und Speyer wieder im Regelbetrieb

Baskets Koblenz im Training

Basketball | Pro B

Nach Rechtsstreit: Koblenz und Speyer wieder im Regelbetrieb

Die Baskets Koblenz empfangen die BIS Baskets Speyer in der Pro B – der dritthöchsten Basketballliga. Ein Rheinland-Pfalz-Duell, das vor wenigen Tagen nicht möglich schien.

Die EPG Baskets Koblenz besiegen in der Pro B die BIS Baskets Speyer mit 72:68. Ein Rheinland-Pfalz-Duell in der dritthöchsten Basketballliga, das vor wenigen Tagen nicht möglich schien.

Im Vorfeld hatten die EPG Baskets Koblenz und Gegner Speyer wieder trainieren können. Nach einer knappen Woche Zwangspause war das seit Montag wieder möglich. Am 18. November hatte das rheinland-pfälzische Ministerium des Innern und für Sport angeordnet, dass die Baskets Koblenz und Baskets Speyer mit sofortiger Wirkung den Trainings- und Wettkampfbetrieb in Rheinland-Pfalz einstellen müssen. Für Spieler und Verantwortliche war die Nachricht plötzlich und überraschend gekommen.

Das Ministerium hatte seine Entscheidung damit begründet, dass die Pro B eine 3. Liga sei und nur die 3. Liga im Männerfußball weiter trainieren und spielen dürfe. Ende Oktober war den Basketballern aus Koblenz und Speyer noch erlaubt worden – auch während des Teil-Lockdowns – Spiel- und Trainingsbetrieb weiter aufrecht zu erhalten.

Koblenz hat sieben Vollprofis unter Vertrag

Für die Vereine eine verzwickte Situation. Allein bei den Koblenzer Baskets stehen sieben Vollprofis unter Vertrag, die Spieler trainieren rund zehn Mal pro Woche und finanzieren mit Basketball ihren Lebensunterhalt. Trainer Danny Rodriguez betont: "Am Sport hängen Existenzen."

Für Koblenz bedeuteten die neuen Einschränkungen, dass das Team mit zwei fehlenden Trainingseinheiten vergangenes Wochenende einen Tag früher zum Auswärtsspiel nach Oberhaching gereist war. In der Halle der Oberbayern konnten die Baskets noch zwei Einheiten absolvieren, verloren das Spiel 84:90. Für den ambitionierten Aufsteiger aus Koblenz war es die erste Niederlage im fünften Saisonspiel. Die Baskets Speyer mussten das für den 21.November angesetzte Heimspiel gegen Karlsruhe verlegen, ein neuer Termin steht noch nicht.

Klage vor dem Verwaltungsgericht Koblenz

Gegen die Auflagen des Koblenzer Ordnungsamtes, das auf Anweisung des rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern und für Sport gehandelt hatte, zogen die EPG Baskets vor das Verwaltungsgericht Koblenz. Dort bekamen die Basketballer recht, am Abend des 23. November konnten Koblenz und Speyer wieder in heimischer Halle trainieren. Eine große Erleichterung für beide Klubs. Die Koblenzer hatten mit dem schlimmsten gerechnet und sicherheitshalber bereits Kurzarbeit für die Profis beantragt.

Laut dem Koblenzer Verwaltungsgericht war der Stopp des Trainings- und Wettkampfbetriebs aber rechtswidrig. Die Pro B sei zwar nur die dritthöchste Spielklasse, gehöre aber der „2. Basketball-Bundesliga GmbH“ an und sei als Profiliga einzustufen.

Einen weiteren Trainingsstopp müssen die Baskets Koblenz und Baskets Speyer aber wohl zunächst nicht befürchten. Denn laut der neuesten Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz dürfen Mannschaften aller Sportarten in den ersten drei Ligen ihren Sport ausüben.

SWR | Stand: 13.01.2021, 19:20

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