Nach Impfzusage für Olympia-Team: Laura Siegemund freut sich so oder so auf Tokio

Laura Siegemund beim Tennis Grand Prix in Stuttgart

Corona | Olympia

Nach Impfzusage für Olympia-Team: Laura Siegemund freut sich so oder so auf Tokio

Tennisspielerin Laura Siegemund steht der Impfzusage der Bundesregierung für die Olympia-Teilnehmer positiv gegenüber. Die Zeit für die Impfungen könnte allerdings knapp werden.

Anfang der Woche sagte das Corona-Kabinett eine rechtzeitige Impfung aller deutschen Olympia-Teilnehmer zu. Ab dem 3. Mai sollen bereits qualifizierte Athletinnen und Athleten oder solche mit einer voraussichtlichen Olympia-Qualifikation einen mRNA-Impfstoff erhalten. Vermutlich wird es der von Biontech/Pfizer sein, weil der in größeren Mengen zu Verfügung steht.

Für die Stuttgarterin Laura Siegemund ist diese Information in erster Linie etwas "sehr positives". Allerdings seien die Impfungen zeitlich noch schwierig einzuplanen.

Impfplan zeitlich kritisch

Auch der Athleten Deutschland Verein hatte hinsichtlich der Planung schon vor ein paar Wochen Bedenken - die Zeit sei unter Berücksichtigung von Trainingsausfällen und der anstehenden Qualifikationswettkämpfe knapp. Einige Athleten äußerten sich ebenso kritisch. Der im Bodenseekreis geborene Marathonläufer Richard Ringer sagte gegenüber Sport1:

"Es muss jetzt schnell gehen, weil es uns Athleten nichts mehr bringt, wenn man sich im vollen Training kurz vor den Spielen impfen lässt."

Quelle: Marathonläufer Richard Ringer

Siegemund auch ohne Impfung in Tokio

Wie die Zeitplanung auch aussehen mag: Laura Siegemund ist dazu bereit, auch ohne Impfung an den Spielen teilzunehmen. Sie freut sich auf Tokio, selbst wenn die Bedingungen schwierig sein könnten.

Acht Prozent des Tokio-Teams lehnen Impfung ab

Laut einer Umfrage des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) haben sich acht Prozent der Mitglieder des Tokio-Teams gegen eine Impfung entschieden. Einige davon aus Sorge vor Einschränkungen: Geimpfte Spitzensportler seien laut Marathonläufer Ringer in ihrer Vorbereitung teilweise deutlich eingebremst worden.

"Gespritztes Gold" für Sicherheit bei Olympia 

15 Prozent des deutschen Tokio-Teams sind dagegen bereits geimpft. Darunter die Siebenkämpferin Carolin Schäfer dank ihrer Anstellung bei der hessischen Polizei.

"Es war, als hätte man mir Gold gespritzt. Das gibt viel Sicherheit."

Quelle: Siebenkämpferin Carolin Schäfer

Ähnlich wie Laura Siegemund sieht auch sie die Impfung als Beruhigung an. Eine Goldmedaille wird die Impfung sicher nicht garantieren - aber für mehr Sicherheit im Olympischen Dorf sorgt sie allemal.

SWR | Stand: 23.04.2021, 20:02

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