Grischa Prömel von der TSG Hoffenheim

Fußball | Bundesliga Nach geplatztem WM-Traum - So arbeitet Prömel am Comeback

Stand: 14.01.2023 16:22 Uhr

Grischa Prömel von der TSG Hoffenheim arbeitet nach seinem Knöchelbruch an seiner Rückkehr. Im Gespräch mit SWR Sport spricht er über die anstrengend Therapie und die "verpasste" Fußball WM in Katar.

Seit einigen Tagen ist Grischa Prömel wieder auf dem Laufband, verriet er im Gespräch mit SWR Sport. Noch belaste er seinen Knöchel nicht mit 100 Prozent seines Körpergewichts, sondern mit etwas weniger, aber "wir machen ganz gute Schritte". Jetzt müsse er abwarten, ob der Fuß dick werde, anschwelle, warm werde. Und dementsprechend werde er in Absprache mit der medizinischen Abteilung der TSG Hoffenheim das Training anpassen. "Einen genauen Zeitpunkt für meine Rückkehr will und kann ich nicht nennen, da muss man abwarten, wie der Fuß auf die Belastung reagiert", sagte Prömel.

Knöchelbruch kurz vor der Fußball WM in Katar

Anfang November hatte sich Prömel im Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig den Knöchel gebrochen. Bis dahin hatte er eine sehr gute Saison gespielt, wurde sogar als Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar gehandelt. "Es war eine große Ehre, im Kreise der genannten WM-Fahrer zu sein. Vom dem her sehe ich das als Ansporn, wenn ich wieder zurück bin, alles dafür zu tun, dass es irgendwann klappt mit der Nationalmannschaft."

Prömel über seine Arbeit an der Rückkehr: "Unglaublich anstrengend"

Während sich seine Mitspieler bei der TSG im Trainingslager an der Algarve auf die zweite Hälfte der Saison vorbereitet haben, arbeitete Prömel fleißig in Hoffenheim. "Unglaublich anstrengend" sei diese Phase. "Da waren so gut wie jeden Tag zwei Einheiten angesetzt, viel Physiotherapie. Von dem her ist es nicht immer ganz leicht, auch nicht für den Kopf, weil man einfach weiß, man braucht noch ein bisschen, um mit den Jungs auf dem Platz zu stehen." Dennoch sei er glücklich, fühle sich gut und sehe seinen Heilungsprozess positiv.

Heimatbesuche in Esslingen helfen Prömel

Ab und an ist er auch in seiner Heimat in Esslingen, um mit seiner Familie Zeit zu verbringen. Die Weihnachtstage verbrachte er beispielsweise dort. "Sowas ist ganz wichtig in so einem Heilungsverlauf, dass man im Kopf frisch bleibt. Man kann nicht jeden Tag drei Einheiten abspulen, man braucht auch diesen Ausgleich."

Prömel freut sich auf Union Berlin und seine alten Bekannten

Wenn die TSG Hoffenheim am 21.01 (15:30 Uhr) in der Bundesliga bei Union Berlin antritt, Prömels ehemaligem Verein und Herzensklub, wird er im Stadion an der Alten Försterei dabei sein. "Das ist eins der Spiele, auf das ich mich mit am meisten gefreut habe in der Saison", sagte Prömel. "Es ist natürlich nicht ganz so cool, wenn man als verletzter Spieler anreisen muss. Aber ich freue mich auf die ganzen alten Weggefährten, alten Bekannten, Trainer, Fans. Von dem her wird das hoffentlich eine coole Sache, um den Kopf frei zu kriegen, um Motivation zu sammeln und dann wieder am Comeback zu arbeiten."