Nach Aufstieg: FCK vor schwieriger Zweitliga-Mission

Fußball | 2. Liga Nach Aufstieg: FCK vor schwieriger Zweitliga-Mission

Stand: 15.06.2022 08:24 Uhr

Am 16. Juni startet Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern in die Vorbereitung auf die neue Saison. Während die Spieler im Urlaub etwas ausspannen konnten, gab es für die Verantwortlichen keine Verschnaufpause.

Die Euphorie in der Pfalz ist nach der Rückkehr des 1. FC Kaiserslautern in die 2. Bundesliga weiterhin groß und soll die Roten Teufel ein Stück weit durch die Saison tragen. Doch Begeisterung allein wird nicht ausreichen, um die Mission Klassenerhalt erfolgreich zu bewältigen.

Hengen: "Müssen realistisch bleiben"

"Nach den Dürrejahren hatten die Leute den Aufstieg absolut verdient. Die Fans sollen auch weiter träumen, aber wir müssen weiter arbeiten und realistisch bleiben", sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen.

"Bis zum Ende des Transferfensters kann noch viel passieren"

Vor dem Trainingsauftakt am Donnerstag sind beim FCK noch einige personelle Planstellen offen. Weil der Kader längst nicht komplett ist, wollte und konnte Hengen noch keinen genauen Etat für die Spielzeit 2022/23 beziffern. "Wir haben unsere Planzahlen, an denen wir uns orientieren. Ob und wie weit wir davon abweichen müssen, werden wir erst am Ende der Transferperiode sehen", so der 47-Jährige. "Das ist alles dynamisch, weil wir auch sehen müssen, dass wir den einen oder anderen Spieler haben werden, der wenig Spielzeit bekommen wird und sich eventuell noch verändern will. Bis zum Ende des Transferfensters kann noch viel passieren."

Umso klarer definierte Hengen das Saisonziel des viermaligen deutschen Meisters nach vier schweren Jahren in der Drittklassigkeit: "Es geht für uns darum, so schnell wie möglich das Ziel der 40 Punkte zu erreichen. Wir sollten demütig an die Sache herangehen. Das Ziel kann nur der Klassenerhalt sein."

Ziel: Mehr Tempo im Spiel

Um dies zu schaffen, muss der Kader weiter verstärkt werden. Hengen hat diesbezüglich klare Vorstellungen: "Wir brauchen sicherlich auch Erfahrung aus der 2. Liga, die haben wir schon mit dem einen oder anderen Transfer reinbekommen. Im Kader braucht es eine gute Mischung zwischen Erfahrung und jugendlicher Unbekümmertheit", betonte der Sportchef. Im vergangenen Jahr sei es vornehmlich um die Größe des Kaders gegangen, jetzt halte man nach Profis Ausschau, die mehr Tempo ins Spiel bringen können.

Die Verträge von Leistungsträgern wie dem letztjährigen Topscorer Philipp Hercher oder Abwehrchef Kevin Kraus verlängerten sich nach dem Aufstieg automatisch, gleiches gilt für den Kontrakt von Kenny Prince Redondo. Offen ist dagegen, ob Hikmet Ciftci gehalten werden kann. Der Mittelfeldspieler war in der Rückrunde ein wichtiger Eckpfeiler in der Mannschaft. Fest steht bereits der Abgang von Abwehrspieler Alexander Winkler.

Transfer-Coup mit Andreas Luthe

Ein kleiner Transfer-Coup ist den Pfälzern schon gelungen. Torwart-Routinier Andreas Luthe wechselt an den Betzenberg.

Kaiserslautern holt Torwart Luthe von Union Berlin

Der 35-Jährige kommt vom Europa-League-Starter 1. FC Union Berlin und bringt die Erfahrung von 89 Bundesliga- und 153 Zweitligaeinsätzen mit. Luthe ist nach Lars Bünning (SV Meppen), Julian Krahl (Viktoria Berlin) und Ben Zolinski (Erzgebirge Aue) der vierte externe Neuzugang.

Bereits vier neue Spieler

"Andreas Luthe bringt nicht nur jede Menge Erfahrung mit an den Betze, sondern ist auch eine gestandene Persönlichkeit, die unserem Team in der kommenden Zweitligasaison helfen und für Stabilisierung sorgen wird", sagte Hengen. Damit hat er eine Baustelle geschlossen - doch für Verschnaufpausen hat Hengen weiterhin keine Zeit.