Eintracht Trier feiert feiert nach dem 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers den Aufstieg in die Regionalliga Südwest.

Aufstiegsspiel zur Regionalliga Südwest Nach 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers: Eintracht Trier feiert Aufstieg in Regionalliga

Stand: 15.06.2022 08:21 Uhr

Im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest haben Trier und die Stuttgarter Kickers 1:1 (0:0) gespielt. Wegen des höheren Sieges gegen den dritten Teilnehmer der Aufstiegsrunde, den TSV Eintracht Stadtallendorf, reichte Trier das Unentschieden zum Aufstieg.

Grenzenloser Jubel, Freudentränen und ein Platzsturm in Trier: Im entscheidenden dritten Spiel der Aufstiegsrunde hat Eintracht Trier 1:1 gegen die Stuttgarter Kickers gespielt und sich damit den letzten freien Platz in der kommenden Saison in der Regionalliga Südwest gesichert.

Weil die Stuttgarter Kickers gegen den hessischen Vertreter Stadtallendorf "nur" mit 3:0 gewonnen hatten, Eintracht Trier aber einen 5:0-Sieg gegen den TSV Stadtallendorf feierte, reichte den Trierern ein Unentschieden. Robin Garnier brachte sein Team in der 87. Minute in Führung, MijoTunjic glich für die Kickers, die das Spiel nach zwei Gelb-Roten Karten zu neunt beendeten, in der Nachspielzeit aus. Dieses Remis wurde von den 8.300 Zuschauern im ausverkauften Moselstadion frenetisch gefeiert und auch Eintracht-Coach Josef Cinar schwärmte: "Es ist ein Moment für die Ewigkeit für mich."

Trier-Coach Cinar: "Ein Moment für die Ewigkeit"

Eintracht Trier muss verletzungsbedingt früh wechseln

Das Spiel begann ausgelichen. Beide Teams versuchten nach vorne zu spielen, doch der letzte Pass kam besonders in den Anfangsminuten oft zu ungenau. Bereits nach zwölf Minuten mussten die Gastgeber dann zum ersten Mal wechseln. Yannick Debrah, der gegen Stadtallendorf noch ein starkes Spiel gezeigt und das 4:0 für Trier erzielt hatte, konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen. Für ihn kam Linus Wimmer in die Partie.

Gelb-Rot für Kapitän Blank: Stuttgarter Kickers ab der 30. Minute in Unterzahl

Nach einer Viertelstunde hatte die Eintracht dann die Riesenmöglichkeit zur Führung, doch Robin Garniers Schuss nach einer Ecke kam zu zentral aufs Tor. Und auch Wimmers Versuch mit der Hacke, nur wenige Sekunden später, hielt Kickers-Keeper Roman Castellucci nach einer kurzen Unsicherheit fest. In der Folge entwickelte sich ein schnelles und umkämpftes Spiel, in dem nun auch die Kickers immer mehr Offensiv-Akzente setzten. In der 30. Minute mussten die Schwaben allerdings einen herben Rückschlag hinnehmen: Kapität Niko Blank sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte und flog vom Platz. Diesen Schock ließen sich die Kickers zunächst aber nicht anmerken und erspielten sich bis zur Halbzeit drei hochkarätige Chancen. Die konnte das Ünal-Team allerdings nicht verwerten und es ging mit 0:0 in die Pause.

Stuttgarter Kickers ab der 72. Minute nur noch zu neunt

Beide Teams starteten unverändert in die zweite Halbzeit und lieferten sich, wie schon im ersten Durchgang, viele Zweikämpfe. Die Schwaben agierten in Unterzahl weiter diszipliniert und versuchten, den Druck hochzuhalten. Das Spiel wurde unter der lautstarken Unterstüzung der Fans nun immer ruppiger.

In der 63. Minute hatte die Eintracht dann die erste richtig gute Chance in der zweiten Halbzeit. Sven König stürmte nach gutem Zuspiel alleine auf Roman Castellucci zu, aber der Stuttgarter Torhüter parierte stark. Den daraus resultierenden Eckstoß konnte das Team von Josef Cinar zwar nicht verwerten, doch in der Folge wurde Trier in der Offensive immer aktiver. Ab der 72. Minute waren die Kickers dann nur noch zu neunt. Der schon mit Gelb vorbelastete Denis Zagaria rutschte im Zweikampf weg und hielt den Ball mit der Hand fest. Stuttgarts Innenverteidiger sah für die Aktion die Gelb-Rote Karte.

Garnier schießt Trier in Führung, Tunic gleicht aus

In doppelter Überzahl erkämpfte sich Trier mehr und mehr Torchancen. In der 87. war es Robin Garnier, der nach einer Ecke aus rund 18 Metern abzog und ins linke untere Eck traf- 1:0 für die Eintracht. In der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte MijoTunjic zwar noch das 1:1 (90.+3), doch mehr war für die Kickers nicht drin.

Wegen des höheren Sieges gegen Stadtallendorf reichte Trier dieses Unentschieden zum Aufstieg. "Von so was träumt jeder Fußballer. Den Aufstieg vor der Kulisse zu schaffen, ist ein absoluter Traum", sagte Kevin Heinz nach der Partie. Sein Trainer Josef Cinar ergänzte: "Ich empfinde nur Stolz und Liebe für diese Mannschaft. Seit drei Jahren schwimmen wir durch Scheiße, um diesen Moment zu erleben", beschrieb Cinar seine Emotionen.