Martin Schmidt, Sportdirektor des FSV Mainz 05

Fußball | Bundesliga Mainz-Sportdirektor Schmidt über Götze, Mané und Haller: "Brauchen wir nicht"

Stand: 25.06.2022 10:25 Uhr

Im Gespräch mit SWR Sport hat sich Martin Schmidt über die Saisonziele des FSV Mainz 05 geäußert und erklärt, warum der Klub keine Stars wie Mané braucht.

Der FC Bayern München hat Sadio Mané verpflichtet, Borussia Dortmund Sébastien Haller, Eintracht Frankfurt Mario Götze - und was tut sich beim FSV Mainz 05? "Die haben wir ziehen lassen", sagt Martin Schmidt im Gespräch mit SWR Sport launig über die neuen Superstars der Liga. Und er fügt an: "Weil wir sie nicht brauchen, weil wir schon fast einen perfekten, abgerundeten Kader haben. Wir können morgen Bundesliga spielen."

Kader von Mainz 05 steht - womöglich punktuelle Verstärkungen?

Danny da Costa und Dominik Kohr haben die 05er fest von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Anthony Caci kommt von Racing Straßburg, ist defensiv variabel einsetzbar. Genauso wie Maxim Leitsch, der vom VfL Bochum zu den Rheinhessen wechselt. "Wir haben unsere Arbeit gemacht", sagt Schmidt. Jetzt behalte man den Markt im Auge, ob er beispielsweise in der Offensive punktuell Verstärkungen biete. Das habe nicht nur etwas mit Geld zu tun, sondern damit, "den richtigen Spieler zu finden, der zu Mainz passt, der in den Kader passt, der den Kader nicht nur spielerisch, sondern auch charakterlich und mental verbessert".

Was passiert mit Kapitän Niakathé?

Ob Kapitän Moussa Niakathé dem Verein erhalten bleibt, ist weiterhin unklar. Schmidt sagt: "Der Moussa ist unser Kapitän, gehört vollumfänglich zum Kader und wird bleiben, wenn nicht irgendwie eines Tages ein Angebot kommt, das wir nicht ablehnen können." Wenn ein "gescheites" Angebot komme, höre es sich der Klub an.

Wohin geht der Weg des FSV Mainz 05?

Die Bundesliga, sagt Schmidt, sei nicht schlechter geworden. Im Gegenteil: Die Aufsteiger Schalke 04 und Werder Bremen bezeichnet er als "Hochkaräter". Und er ist überzeugt, dass andere Klubs, die in der vergangenen Spielzeit nicht das geleistet haben, was ihnen zugetraut wurde, diesmal "ihre Hausaufgaben machen". Was bedeutet das für die Mainzer, die in der zurückliegenden Spielzeit Achte wurden? "Meistens bringt das nichts, wenn man sich zu große Ziele setzt. Dann erreicht man sie nicht und alle sind niedergeschlagen", sagt Schmidt. Besser sei es, konkrete und realistische "Handlungsziele" zu formulieren, wie zum Beispiel, dass das Team das erste Pflichtspiel unbedingt gewinnen will. Mit dieser Haltung gehen die Mainzer in die Saison. Sie starten am 31.07 (18 Uhr) mit der DFB-Pokalpartie bei Erzgebirge Aue. Das erste Bundesligaspiel bestreiten sie beim VfL Bochum (06.08.).