EM 2021: So schätzt Benfica-Stürmer Luca Waldschmidt die Portugiesen ein

Luca Waldschmidt zur EM 2021: Portugal ist nicht nur CR7

03:53 Min. Verfügbar bis 02.08.2021


Fußball | EM 2021

EM 2021: So schätzt Benfica-Stürmer Luca Waldschmidt die Portugiesen ein

Luca Waldschmidt hat sieben Mal für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Der Ex-Freiburger steht seit dieser Saison bei Benfica Lissabon unter Vertrag und wäre natürlich auch bei der anstehenden EM-Partie gegen Portugal gerne dabei gewesen.

Luca Waldschmidt wirkt gut gelaunt, auch wenn er von Bundestrainer Joachim Löw nicht für die EM nominiert wurde. Also hat der 25-Jährige jetzt dort Spaß, wo alles begann. Bei seinen Eltern in Frohnhausen (nahe Marburg, Hessen), wo er ein Fußballcamp für Kids anbietet. Der Erlös kommt Kindern in Not zu Gute. Das Portgual-Spiel hat der trickreiche Offensivmann von Benfica natürlich im Auge. "Portugal weiß, dass wir Qualität haben", meint Waldschmidt im Gespräch mit SWR Sport. "Ich würde schon sagen, dass es ein enges Spiel wird. Ich tippe auf ein 2 :1 für Deutschland."

Mehr Offensive gegen Portugal?

Waldschmidt wünscht sich im deutschen Spiel noch etwas mehr Offensive und mehr Mut in den "Eins-gegen-Eins"-Situationen. Dann sieht er Deutschland für die Partie gegen den Europameister gerüstet. Aber, so seine Warnung, "die Offensive ist auf jeden Fall das Prunkstück von Portugal" und die bestehe nicht nur aus Weltstar Cristiano Ronaldo. Darüber hinaus verweist der einstige Wirbelwind des SC Freiburg auf die starke Ersatzbank der Portugiesen. Dort saßen beim 3:0 Sieg gegen Ungarn unter anderem auch Joao Felix und "Rafa Silva, mit dem ich auch bei Lissabon zusammenspiele", so der 25-Jährige. "Hinten in der Abwehr, mit Ruben Diaz, der in diesem Jahr bei Manchester City eine Riesenentwicklung genommen hat, und mit Pepe noch ein erfahrener Spieler nebendran - Portugal ist da schon gut aufgestellt", meint Waldschmidt.

"Ja, es tut schon weh"

Waldschmidt machte sein erstes Länderspiel vor knapp zwei Jahren gegen Argentinien. Das letzte am 17. November 2020 bei der 0:6 Demontage gegen die Spanier. Da wurde er eingewechselt. In der Folgezeit machte der Wuschelkopf eine Corona-Erkrankung durch und zog sich danach auch noch eine hartnäckige Fußverletzung zu. Das war es dann erst einmal mit den Berufungen für die Nationalmannschaft. Nicht mit bei der EM zu sein, "tut schon weh. Ich wäre sehr sehr gerne mit dabei gewesen und hätte meine Qualitäten da gerne mit eingebracht", erzählt Luca Waldschmidt mit trauriger Stimme.

"Zehn Tore gar nicht so verkehrt"

Bei Benfica gehe es ihm gut. "Ich bin gesund, das ist das wichtigste", sagt Waldschmidt. Die Doppelbelastung mit vielen internationalen Spielen sei ein neuer Rhythmus. "Ich glaube, am Ende waren es zehn Tore in dieser Saison. Für das erste Jahr gar nicht so verkehrt." Irgendwann könne er sich schon vorstellen, mal wieder in die Bundesliga zurückzukehren.

Luca Waldschmidt will sich bei Benfica aber "durchbeißen". Dieser Herausforderung stellt er sich, er besitzt in Lissabon einen Vertrag über fünf Jahre. Gehen könnte er natürlich jederzeit. Voraussetzung dafür ist aber: Ein Club bringt die festgeschriebene Ablösesumme von stolzen 88 Millionen Euro auf.

SWR | Stand: 18.06.2021, 22:07

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