1860 Muenchen vs. Karlsruher SC v. li. im Zweikampf: Yannick Deichmann (TSV 1860 München) und Tim Breithaupt (Karlsruher SC)

Fußball | 2. Bundesliga KSC verliert bei Kaufmann-Debüt gegen 1860 und sucht Hofmann-Nachfolger

Stand: 25.06.2022 16:54 Uhr

Der Karlsruher SC hat die erste Niederlage der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Fußball-Bundesliga kassiert. Neuzugang Mikkel Kaufmann debütierte.

Die Badener unterlagen am Samstag dem Drittligisten TSV 1860 München mit 0:4 (0:3). Albion Vrenezi brachte die Löwen im bayerischen Heimstetten bereits nach drei Minuten in Führung. Erik Tallig (20.) und Phillipp Steinhart (38.) schlossen noch vor der Pause zwei weitere Konter erfolgreich ab. Auch die Einwechslung von Neuzugang Mikkel Kaufmann brachte nicht die erhoffte Wende für den KSC. Zwar präsentierte sich das Team von Trainer Christian Eichner nach dem Seitenwechsel besser, der Treffer fiel aber erneut auf der Gegenseite. Erneut jubelte Vrenezi.

Kann Neuzugang Kaufmann Philipp Hofmann ersetzen?

Für Kaufmann, der vom Hamburger SV kam, war es der erste Einsatz für seinen neuen Arbeitgeber. Der Stürmer wurde als potenzieller Nachfolger von Torjäger Philipp Hofmann geholt. Druck von außen verspürt er aber noch nicht. "Ich mache mir aber selbst Druck", sagte der Däne, der mehr von sich zeigen möchte, als es ihm zuletzt in Hamburg gelungen war. Der erhoffte Eins-zu-eins-Ersatz für Hofmann ist Kaufmann allerdings nicht. "Ich würde eher sagen, es ist so ein Mittelding", sagte er. "Ich bin ziemlich schnell, ich kann in die Tiefe gehen. Ich bin aber auch gut im Kopfballspiel."

KSC sucht einen weiteren Stürmer

Daher wollen die Badener den Hofmann-Abgang eher auf mehrere Schultern verteilen. Eine Ergänzung zu Kaufmann steht ganz oben auf der Einkaufsliste. "Es wird auf alle Fälle ein Spieler sein, der für uns ein Startelfkandidat sein kann. Einer mit Größe, Kopfballpräsenz und Torgefahr, um einmal drei Attribute zu nennen", sagte Trainer Christian Eichner. Nach der Grundlagenarbeit in den vergangenen zwei Wochen geht es nun darum, die Schwächen der Vorsaison auszumerzen. "Auf dem Platz steht die defensive Stabilität im Fokus. Und vermehrt auch das Spiel mit dem Ball", sagte er.

Sechs U19-Spieler machen Hoffnung

Das ist keine leichte Aufgabe, müssen doch mit Daniel O'Shaughnessy (Wadenbeinfraktur), Christoph Kobald (Reha nach Sprunggelenk-OP) und Felix Irorere (Muskelfaserriss im Oberschenkel) gleich drei Innenverteidiger daheim bleiben. Für Hoffnung sorgen dagegen die sechs U19-Spieler, denen in Karlsruhe viel zugetraut wird. "Stefano Marino und Efe-Kaan Sihlaroglu sind bereits Profis. Sie sind jeden Tag bei uns im Training. Das ist nicht so wie zu meiner Zeit, als man sich zwei, drei interessante Nachwuchsspieler mitgenommen hat. Das sind richtig wichtige Spieler in unserem Kader", erklärte Eichner. 

Testspiel gegen Werder Bremen geplant

Aber auch andere Attribute will der Coach mithilfe des KSC-Sportpsychologen im Trainingslager weiter stärken. Den Teamgeist zum Beispiel. "Denn in diesem Bereich müssen wir richtig gut sein, um den anderen Paroli bieten zu können - als Gruppe, als Gemeinschaft, als Team", sagte er. Nicht ohne Grund: Insgesamt erwartet Eichner sportlich "die schwierigste Saison, seit ich beim Karlsruher SC bin".

Für den kommenden Mittwoch (29.06.) ist der Karlsruher SC im Trainingslager in Neukirchen am Großvenediger noch auf der Suche nach einem Testspielgegner. Am 3. Juli soll ein Test gegen den Bundesliga-Aufsteiger SV Werder Bremen in Zell am Ziller den Höhepunkt der Vorbereitung markieren.

Hofmann trifft direkt für den VfL Bochum

Philipp Hofmann übrigens hat in seinem ersten Testspiel für den VfL Bochum direkt getroffen. Der Mittelstürmer erzielte beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV in der 4. Minute das 1:0.