KSC kommt nach Zwangspause zurück - Spiel gegen Würzburg aber noch fraglich

Das neu gebaute Wildparkstadion in Karlsruhe

Fußball | 2. Bundesliga

KSC kommt nach Zwangspause zurück - Spiel gegen Würzburg aber noch fraglich

Der KSC ist nach zwei Wochen Quarantäne zurück und hat nun ein hartes Programm vor sich. Nach der Partie gegen Würzburg steht das Heimspiel gegen Aue an, anschließend gibt es dann bis zum 8. Mai drei Auswärtsspiele in Folge, in Hamburg, Düsseldorf und Fürth.

Bis zur coronabedingten Quarantäne des gesamten Kaders war der Karlsruher SC im Jahr 2021 kaum zu schlagen. Der 4:2-Hinrundensieg in Würzburg am 2. Januar war nicht nur das einzige Saisonspiel, in dem der KSC vier Tore erzielte, sondern auch der Auftakt in das erfolgreiche Jahr 2021. Seit der Mini-Winterpause verloren die Badener nur zwei ihrer 14 Partien. Kleines Manko: Angesichts von zuletzt vier Spielen ohne Sieg dürfte der Zug in Richtung Aufstieg allerdings abgefahren sein; es sei denn, der KSC ist in den letzten sieben Saisonspielen noch einmal so erfolgreich wie zu Beginn des Jahres 2021, als aus den ersten sieben Spielen 17 der 21 möglichen Punkte geholt wurden.

Re-Start gegen Würzburg aber fraglich

Aber kaum hat der KSC seine Quarantäne-Zeit beendet, hat es den kommenden Gegner erwischt. Nach zwei positiven Corona-Tests bei den Würzburger Kickers ist offen, ob das Spiel beim Karlsruher SC an diesem Freitag (18.30 Uhr) stattfinden kann. Wie die Würzburger mitteilten, steht der Verein mit dem örtlichen Gesundheitsamt, den weiteren zuständigen Behörden und der Deutschen Fußball Liga im Austausch.

Eine weitere Testreihe soll Klarheit bringen, ob die Partie beim KSC angepfiffen werden kann. Eine Entscheidung wurde für den Freitagvormittag anvisiert. Nach zwei positiven Tests auf Covid-19 hätten sich die betroffenen Spieler, die am Donnerstagnachmittag keine Symptome aufwiesen, "umgehend in häusliche Isolation begeben". Der Verein bat darum, die Privatsphäre der Spieler zu respektieren und teilte nicht mit, wer betroffen ist. Alle weiteren Befunde der Testreihe seien negativ gewesen. Die Würzburger Kickers, abgeschlagener Tabellenletzter der 2. Bundesliga, sind nicht zum ersten Mal von positiven Tests betroffen.

Neuer Coronafall beim KSC?

Auch nach dem Ende der Quarantäne hält Corona die Karlsruher in Atem. Wie KSC-Sportchef Oliver Kreuzer der Tageszeitung "Badische Neueste Nachrichten" (BNN) bestätigte, fiel bei einem Mitglied des Funktionsteams ein Schnelltest positiv aus. Bei den Spielern hatte die Testung Kreuzer zufolge durchweg zu negativen Ergebnisse geführt. Das Abschlusstraining fand am Donnerstagnachmittag wie geplant statt.

Vorfreude bei Trainer Christian Eichner

"Bei uns ist die Freude jedenfalls groß, wieder zurück zu sein", sagt KSC-Coach Christian Eichner vor dem Spiel: "Wir sind einfach glücklich, endlich wieder auf dem Platz zu sein.“ Der KSC will beim Re-Start und mit Blick auf den vollen Terminkalender bis Saisonende Vollgas geben und den aktuell 42 Punkten weitere folgen lassen.

KSC-Trainer Eichner: optimistisch in den Spieltag

00:20 Min. Verfügbar bis 06.06.2021


Verständnis für Quarantäne-Trainingslager

Die Deutsche Fußball Liga hatte am Vormittag ein verpflichtendes Quarantäne-Trainingslager vor den letzten beiden Spieltagen dieser Saison für die 36 Profivereine in Deutschland angeordnet. Für diese Maßnahmen hat Christian Eichner Verständnis: "Dass diese Geschichte gekommen ist, hat mich nicht wirklich überrascht, auch wenn es vor Kurzem noch ein bisschen zurückgestellt worden ist", sagte der Coach des Karlsruher SC auf der Pressekonferenz vor dem Würzburg-Spiel.

Auch beim KSC gibt es nach Eichners Ansicht keine absolute Sicherheit. "Wir haben natürlich durch die Frauen, die größtenteils berufstätig sind und die Kinder größtenteils Berührungspunkte zu Externen. Ich denke, dass es dann in der Sache die letzte Konsequenz ist, die Mannschaften für die letzten zwei Spieltage noch einmal zusammenzunehmen", sagt er.

SWR | Stand: 22.04.2021, 21:28

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