Klatsche beim FC Bayern: Hoffenheim fehlt "bisschen die Courage"

Hoffenheim-Coach Sebastian Hoeneß im Interview mit SWR Sport

03:08 Min. Verfügbar bis 08.12.2021


Fußball | Bundesliga

Klatsche beim FC Bayern: Hoffenheim fehlt "bisschen die Courage"

Für die TSG Hoffenheim gab es am neunten Spieltag gegen den FC Bayern gar nichts zu holen. Am Ende war das Team von Trainer Sebastian Hoeneß in München mit dem 0:4 noch gut bedient.

Für Sebastian Hoeneß gab es bei der Pressekonferenz nach der Lehrstunde beim FC Bayern noch einen aufmunternden Klaps von Dino Toppmöller - der Trainer der TSG Hoffenheim konnte die Geste gut gebrauchen. Denn seine Mannschaft ging beim 0:4 in der Bundesliga ziemlich unter. Die Münchner feierten indes den zweiten Sieg im zweiten Spiel ohne den kranken Chefcoach Julian Nagelsmann, der von seinem Assistenten Toppmöller vertreten wurde.

"Uns hat so ein bisschen die Courage gefehlt", räumte Coach Hoeneß nach der Partie ein. Viel Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten, bleibt den Kraichgauern nicht. Bereits am Dienstag (18:30 Uhr) geht es in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Holstein Kiel weiter. Und die TSG ist gewarnt: In der vergangenen Saison flog der Favorit ebenfalls in Runde zwei gegen den damaligen Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth nach Elfmeterschießen raus.

David Raum: "Mund abwischen, weitermachen"

Am Freitag (20:30 Uhr) muss sich Hoffenheim, das nur elf Punkte nach neun Spielen hat, zudem zuhause in Sinsheim gegen die wieder erstarkten Berliner von Hertha BSC beweisen. So gab TSG-Nationalspieler David Raum die Losung gleich nach dem Abpfiff im "Sky"-Interview aus: "Mund abwischen, weitermachen und aufs nächste Spiel vorbereiten! Wir haben jetzt eine harte Woche vor uns."

Toppmöller sprach von einem "hochverdienten Sieg", den der Ex-Hoffenheimer Serge Gnabry (16. Minute), Weltfußballer Robert Lewandowski (30.) sowie die Joker Eric Maxim Choupo-Moting (82.) und Kingsley Coman (87.) mit ihren Toren herausschossen. Hoffenheim blieb indes hinter den Erwartungen zurück.

Mehrere missglückte Aktionen der Hoffenheimer

"Wir sind hier angereist, um gegen die Bayern, die im Moment wirklich top in Form sind, ein gutes Spiel zu machen und auch wirklich mitzuspielen", sagte der enttäuschte Raum. "Wenn wir dann vielleicht einen machen, dann kommen wir nochmal rein ins Spiel mit einem 2:1." Am Ende sah es dann aber "brutal deutlich" aus. Die vergebene Chance von Georginio Rutter beim Stande von 0:2 war nicht die einzige unglückliche Situation der Gäste. Nach einer knappen halben Stunde musste Kevin Akpoguma angeschlagen vom Platz, da ihm sein Defensivkollege Stefan Posch den Ball voll ins Gesicht geschossen hatte. Und dem spielentscheidenden 0:3 ging eine missglückte Abwehraktion von Torjäger Andrej Kramaric voraus.

Mit nur zwei Schüssen in 90 Minuten, die auf das Tor von Bayern-Keeper Manuel Neuer gingen, strahlten die Hoffenheimer einfach zu wenig Gefahr aus. Zudem lag der deutsche Meister auch bei der Quote der gewonnenen Zweikämpfe mit 123:88 vorn. Und bei den Kontersituationen, so Hoeneß, habe es "nicht gepasst".

Oliver Baumann: "Das 4:0 für Bayern ist verdient"

00:13 Min. Verfügbar bis 08.12.2021


TSG-Keeper Oliver Baumann ist enttäuscht

"In der zweiten Hälfte hatten wir eine Phase, in der wir gern ein Tor machen dürfen. Nachdem der FC Bayern diese Phase aber überstanden hatte, war plötzlich ein Knick drin bei uns und wir bekommen ganz blöde Gegentore", sagte TSG-Torhüter und Kapitän Oliver Baumann und ergänzte: "Es muss schon ziemlich viel zusammenkommen, wenn du hier gewinnen möchtest, sie haben momentan einen brutalen Lauf."

Den hatte Hoffenheim in dieser Spielzeit einfach noch nicht. Gegen Hertha und dann beim VfL Bochum (6. November) könnten zumindest erstmals zwei Liga-Siege hintereinander eingefahren werden, eher es am 20. November mit RB Leipzig gegen das nächste Spitzenteam geht.

SWR | Stand: 24.10.2021, 12:22

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