Unklare Zukunft: VfB-Torjäger Sasa Kalajdzic

Fußball | Bundesliga Hängepartie Kalajdzic - geht er oder bleibt er doch beim VfB Stuttgart?

Stand: 20.06.2022 15:12 Uhr

Die fußballerische Zukunft von Sasa Kalajdzic ist weiter unklar. Auch eine Woche vor dem Trainingsstart des VfB Stuttgart hat sich ein möglicher Wechsel noch nicht verdichtet.

Das war eine lustige Geschichte. Als Sasa Kalajdzic vor ein paar Tagen per Instagram Urlaubsfotos von sich und seiner Lebensgefährtin aus Griechenland und auch vor der Akropolis postete, vermuteten doch tatsächlich ein paar Witzbolde, der VfB-Torjäger würde vor einem Wechsel zu AEK Athen stehen. Daran sieht man, dass in diesen hochinteressanten Tagen und Wochen des Transfermarktes zwischen den Spielzeiten die Spekulationen gerne auch mal ins Kraut schießen.

Aktuell keine Bewegung auf dem Transfermarkt

Fakt ist allerdings: Sasa Kalajdzic steht noch immer beim VfB Stuttgart unter Vertrag, das Arbeitspapier ist bekanntlich bis 2023 datiert. Fakt ist auch, dass sich momentan zumindest nach außen hin nichts bewegt in Sachen Kalajdzic und einem möglichen und viel diskutierten Wechsel zu einem Spitzenklub im In- oder Ausland. War der 24-Jährige vor einiger Zeit noch als ganz heiße Aktie bei den beiden stürmersuchenden Bundesliga-Branchenführern Bayern München und Borussia Dortmund gehandelt worden, so hat sich das Thema derzeit mutmaßlich erkaltet.

FC Bayern setzt auf Sadio Mane

Beim FC Bayern lähmt nicht nur das anhaltende Ränkespiel um den (noch) nicht erfüllten Wechselwunsch von Rekordtorjäger Robert Lewandowski das weitere Vorgehen in der bayerischen Personalplanung, was eine Neubesetzung der Mittelstürmer-Position angeht, sondern auch der spektakuläre Einkauf von Liverpool-Star Sadio Mane. Sollte daneben auch noch ein Sasa Kalajdzic als weitere Offensiv-Option vom Rekordmeister verpflichtet werden? Stand jetzt eher unwahrscheinlich.

Will Dortmund lieber Haller als Kalajdzic?

Auch aus Dortmund ist zu lesen, dass der Name Sasa Kalajdzic laut "Ruhr-Nachrichten" auf dem Stoßstürmer-Wunschzettel der Verantwortlichen inzwischen eher im hinteren Bereich und nicht (mehr) ganz vorne gelistet ist. Laut Medienberichten habe der BVB vielmehr ein erstes Angebot für den früheren Frankfurter Torjäger Sebastien Haller an Ajax Amsterdam abgegeben. Noch vor Kalajdzic wird neuerdings auch der Leverkusener Torjäger-Joker Lucas Alario höher gehandelt, der Argentinier wäre zudem deutlich günstiger zu haben als der Österreicher des VfB Stuttgart.

Immerhin wird beim renommierten Internet-Portal transfermarkt.de ein Wechsel von Kalajdzic nach Dortmund nach wie vor mit immerhin noch 44 Prozent Wahrscheinlichkeit, ein Transfer zum FC Bayern mit 40 Prozent beziffert. Als neuester Interessent des gebürtigen Wieners ist jetzt übrigens auch Leicester City aus der Premier League aufgeführt.

Nichts Neues beim VfB Stuttgart

Eine Nachfrage von SWR Sport beim VfB Stuttgart an diesem Montag ergab auch keinen neuen Stand der Dinge. "Alles ruhig", ist von dort zu hören. Eine Hängepartie, die zwar einerseits die eigenen Kaderplanungen bei einem eventuelle Wechsel und darüber hinaus blockiert, weil kein frisches Geld in die Kasse kommt, andererseits aber auch die Chance auf einen weiteren Verbleib des geschätzten Stürmers beim VfB Stuttgart erhöht. Je länger sich die Hängepartie um Sasa Kalajdzic zieht und sich die Top-Klubs - siehe Bayern und Dortmund - eher anderweitig bedienen, desto besser die Aussichten der Schwaben.

Verlängert Kalajdzic über 2023 hinaus?

Sportdirektor Sven Mislintat hatte bereits vor Wochen erklärt, dass eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Kalajdzic über 2023 hinaus, gleichbedeutend auch mit einer Aufstockung des Gehalts, die Wunschlösung der Schwaben wäre, damit der geschätzte Angreifer (24 Tore in 57 Pflichtspielen) bei einem etwaigen Wechsel im nächsten Jahr nicht ablösefrei geht. Bei einem Transfer des Zwei-Meter-Mannes in diesem Sommer steht immerhin eine Abstandssumme von bis zu 25 Millionen Euro für den VfB im Raum.

Wechselt Förster nach Bochum?

Generell ist es zur Zeit erstaunlich still rund um den VfB Stuttgart und den Transfermarkt. Der offenbar auch von den Schwaben ins Auge gefasste Top-Scorer des FC St.Pauli, Daniel-Kofi Kyereh, tendiert eher zu einem Wechsel nach Freiburg. VfB-Edelreservist Philipp Förster wiederum wird mit dem VfL Bochum und dem 1.FC Nürnberg in Verbindung gebracht.

Am kommenden Wochenende startet der VfB mit Leistungstests in die neue Saison. Stand jetzt: Mit Sasa Kalajdzic.