Freiburgs "geiler Haufen" sorgt weiter für Furore

Lucas Höler: "Wir sind einfach ein geiler Haufen"

01:10 Min. Verfügbar bis 07.12.2021


Fußball | Bundesliga

Freiburgs "geiler Haufen" sorgt weiter für Furore

Der SC Freiburg sorgt in der Fußball-Bundesliga weiter für Furore. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich gewinnt auch beim VfL Wolfsburg.

Mit "Auswärtssieg"-Rufen feierten die Freiburger Fans ihre Spieler, die Wolfsburger-Anhänger quittierten die Darbietung ihrer Mannschaft mit lauten Pfiffen. Während der SC Freiburg seine Erfolgsgeschichte fortsetzt, verschärft sich die Krise des VfL immer weiter. Trainer Mark van Bommel sprach auf der Pressekonferenz nach der Partie vom fehlenden "Quäntchen Glück" und sagte: "Es sind kleine Details, die entscheiden." Freiburgs Trainer Christian Streich nickte zustimmend. "Heute hatten wir das richtige Momentum", stellte der 56-Jährige fest. Überhaupt scheint der SC Freiburg in dieser Saison sehr häufig das richtige Momentum zu haben. Als einziges Team in der Bundesliga ist der SC Freiburg noch immer ungeschlagen.

"Ein geiler Haufen"

Philipp Lienhart hatte den Sport-Club in der 27. Minute in Führung gebracht, Lucas Höler (68.) erzielte das zweite Tor für die Breisgauer. "Wir sind einfach ein geiler Haufen", sagte Höler am SWR-Mikrofon. Das Team wisse um seine Stärken, "ich glaube das ist das Geheimrezept", so Höler nach der Partie.

Während das Überraschungsteam auf einem Champions-League-Platz liegt, rutscht Königsklassen-Teilnehmer Wolfsburg immer weiter ab. Vor 10.251 Zuschauern präsentierte sich der VfL nicht kreativ genug und ineffizient. Die Partie bot zu Beginn nur wenige Höhepunkte. Der kämpferische Einsatz stimmte bei beiden Mannschaften, doch im Spiel nach vorne fanden weder Wolfsburg noch Freiburg gute Lösungen.

Die Pressekonferenz nach der Partie 03:07 Min. Verfügbar bis 07.12.2021

Eiskalte Freiburger schlagen zu

Die Gastgeber, bei denen Maximilian Arnold sein 260. Bundesliga-Spiel bestritt und damit zum alleinigen Rekordspieler des Clubs aufstieg, zeigten zwar einige vielversprechende Ansätze. Fehlpässe oder technische Ungenauigkeiten verhinderten dann jedoch wirkliche Torgefahr. Freiburg beschränkte sich zunächst hauptsächlich auf die Defensive und schlug dann eiskalt zu. Nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo scheiterte Lienhart zunächst an Casteels und drückte dann den Nachschuss über die Linie. Zunächst zählte das Tor wegen einer vermeintlichen Abseitsposition nicht. Nach Einschreiten des Videoassistenten Sascha Stegemann durfte der SCF jedoch jubeln.

Feierstimmung in Freiburg

Nach dem Treffer spielte der VfL energischer Richtung gegnerisches Tor, Freiburg war bei Gegenangriffen gefährlich. Wolfsburgs U21-Europameister Lukas Nmecha hatte Pech, als er mit einem wuchtigen Schuss nur die Latte traf (36.). Auch nach dem Seitenwechsel mühte sich der Volkswagen-Club in der Offensive vergeblich. Freiburg stand sicher in der Abwehr und ließ gegen zumeist zu ideenlose Wolfsburger nicht viel zu. Immer mehr VfL-Fans quittierten die mäßige Leistung ihrer Mannschaft mit Pfiffen. "Wir wollen euch kämpfen sehen", forderten einige von den Rängen - auch, wenn das eher nicht das Problem war. Und die Laune der VfL-Anhänger verschlechterte sich weiter. Höler vollendete einen der zu diesem Zeitpunkt seltenen Freiburger Angriffe zum 2:0 und sorgte damit endgültig für Feierstimmung bei den SCF-Fans und dem "geilen Haufen" aus Freiburg.

SWR | Stand: 24.10.2021, 11:33

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