Freiburg will in Wolfsburg seinen Start-Rekord ausbauen

Lucas Höler, Wooyeong Jeong, Christian Günter (von links, alle SC Freiburg)

Coach Streich warnt vor Überheblichkeit

Freiburg will in Wolfsburg seinen Start-Rekord ausbauen

Der SC Freiburg reist ungeschlagen und als Tabellenvierter zum Gastspiel beim VfL Wolfsburg. Trainer Christian Streich fordert von seiner Mannschaft ein selbstbewusstes Auftreten, ohne überheblich zu werden.

Der SC Freiburg eilt seit Wochen von Rekord zu Rekord. Die Breisgauer sind nach den ersten acht Bundesliga-Spieltagen noch ungeschlagen, was ihnen in ihrer Historie zuvor noch nie gelungen war. Sechs Gegentore bedeuten die beste Abwehr der Liga. Und schließlich gelang Stürmer Nils Petersen beim 2:1 in Berlin sein 30. Joker-Tor - womit er seinen eigenen Rekord ausbaute.

VfL Wolfsburg in der Krise

Es läuft also bei den Freiburgern. Dementsprechend breit ist die Brust vor dem Duell beim VfL Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr live im Sportschau-Audiostream). Bei den Niedersachsen läuft es seit Wochen genau anders herum: Nachdem die Mannschaft von Trainer Mark van Bommel die ersten vier Bundesligaspiele gewinnen konnte, wartet sie seit mittlerweile sieben Pflichtspielen auf den nächsten Dreier.

Streich: "Sie können jederzeit den Schalter umlegen"

Doch Freiburgs Trainer Christian Streich warnt seine Schützlinge davor, die Wölfe aufgrund ihrer derzeitigen Krise zu unterschätzen. "Wolfsburg hat ganz andere Ansprüche als die letzten Ergebnisse. Wir müssen in das Spiel gehen mit dem Wissen, dass sie zu jeder Zeit den Schalter umlegen können."

Er und seine Mannschaft würden aber "hochmotiviert" nach Wolfsburg fahren, "um wieder so aufzutreten wie zuletzt beim 1:1 gegen RB Leipzig". Eine konkrete Zielsetzung wollte Streich nicht nennen. "Wir wollen einen guten Auftritt zeigen. Damit sind wir bisher immer gut gefahren."

YouTube-Video von SWR Sport: "Schiri-Drama & Alu-Pech! Freiburg gegen Leipzig weiter ungeschlagen - DEIN SCF #5 | SWR Sport"

Streich erwartet jedenfalls ein schweres Spiel. "Wolfsburg hat richtig Qualität, so dass auch wir richtig Qualität zeigen müssen, um zu bestehen. Wenn wir das schaffen, wenn wir die Bereitschaft haben, alle Wege zu gehen, dann sind wir nur schwer zu schlagen."

Wiedersehen mit Luca Waldschmidt und Maximilian Philipp

Ein Wiedersehen wird es für Freiburg mit Luca Waldschmidt geben. Der Offensivspieler hatte von 2018 bis 2020 die Fußballschuhe für die Breisgauer geschnürt und war anschließend für 16 Millionen Euro zu Benfica Lissabon gewechselt. Beim 37-maligen portugiesischen Meister konnte sich Waldschmidt trotz neun Treffern in 27 Ligaspielen nicht durchsetzen und zog deshalb in diesem Sommer für 15 Millionen Euro nach Wolfsburg weiter.

Mit Maximilian Philipp spielt ein weiterer Ex-Freiburger beim VfL. Streich freut sich auf das Wiedersehen, warnt aber vor dem Angreifer. "Er war bei uns schon richtig stark. Der 'Mili' (Spitzname, Anm. d. Red.) wird uns zeigen wollen, wie gut er sich entwickelt hat."

Aber auch der SC hat sich toll entwickelt. Dass seine Mannschaft noch ungeschlagen ist, macht Streich stolz. "Das freut mich. Aber wir haben auch vier mal Unentschieden gespielt. Von diesen Spielen hätten wir auch welche verlieren - aber auch welche für uns entscheiden können", so der 56-Jährige, der dann aber nachlegte: "In aller Bescheidenheit: Wir sind aktuell sehr stabil."

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"Wir dürfen nicht anfangen zu träumen, sonst geht es ruck-zuck runter"

Man gehe das Spiel deshalb mit einer breiten Brust, aber ohne Überheblichkeit an. "Wir sind stolz darauf, was wir uns bisher erarbeitet haben. Aber wir dürfen nicht anfangen zu träumen, sonst geht es ruck-zuck runter", sagte Streich.

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SWR | Stand: 23.10.2021, 13:21

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