Fußball | Bundesliga Freiburg springt nach Spektakel gegen Hoffenheim auf Champions-League-Platz

Stand: 30.04.2022 20:31 Uhr

Der SC Freiburg hat das Baden-Duell bei der TSG Hoffenheim gewonnen und ist damit auf den vierten Platz vorgerückt. Hoffenheims Europa-Chancen sind nur noch gering.

Die Freiburger stehen zumindest bis zur Partie von RB Leipzig (aktuell Fünfter) am Montag auf dem vierten Platz, der für die Teilnahme an der Königsklasse berechtigt. Das spektakuläre Baden-Duell am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim (30.04.) gewann die Mannschaft aus dem Breisgau 4:3 (1:1).

Für die Freiburger trafen Roland Sallai, Christian Günter, Lucas Höler und Woo-Yeong Jeong. Die Treffer der TSG, die zwischendurch 2:1 führte, erzielten Andrej Kramaric, Angelo Stiller und Sebastian Rudy. Die TSG Hoffenheim, Achter in der Fußball-Bundesliga, hat es mit der Niederlage verpasst, näher an die internationalen Plätze heranzukommen.

Jubelnde Spieler des SC Freiburg

Abwartender Beginn beider Teams

Freiburg-Trainer Christian Streich wechselte auf zwei Positionen: Manuel Gulde und Lucas Höler starteten für Woo-Yeong Jeong und Ermedin Demirovic. Bei der TSG ersetzte Pavel Kaderabek Stefan Posch (Gelbsperre), Christoph Baumgartner begann für Jacob Bruun Larsen. Die Partie war zunächst von Zweikämpfen geprägt. Den ersten Abschluss aufs Tor sahen die Zuschauer in Sinsheim nach einer Viertelstunde. Andrej Kramarics unplatzierter Kopfball war für Mark Flekken im Freiburger Tor kein Problem.

Freiburg schlägt Hoffenheim: Die Audio-Highlights

Stephan Kaußen, Sportschau, 30.04.2022 21:02 Uhr

Roland Sallai bringt SC Freiburg in Führung

Die erste Gelegenheit der Gäste aus dem Breisgau führte direkt zum 1:0. Roland Sallai traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck, nachdem er von Höler halblinks im Strafraum bedient worden war (23. Minute). Es war Sallais viertes Saisontor. Die Führung der Freiburger kam überraschend, bis dahin hatten die Hoffenheimer leichte Vorteile.

Hoffenheims Kramaric gleicht aus

Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß ließ sich aber von dem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und glich durch Kramaric aus (32.). Kramarics fünften Saisontreffer legte David Raum mit einer Flanke von der linken Seite vor. Der Kroate schaltete im Strafraum am schnellsten und traf mit dem ersten Kontakt ins linke Eck. Sechs Minuten später hatte Baumgartner die Chance zur Führung, sein Schlenzer aus rund 16 Metern ging aber rechts am Tor vorbei. Mit 1:1 ging es in die Pause.

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Stiller mit dem 2:1 für Hoffenheim, Freiburg gleicht im Gegenzug aus

Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Streich für Gulde seinen Edeljoker Nils Petersen ein. Doch das 2:1 gelang den Gastgebern. Angelo Stiller (49.) zog nach einem Steckpass von Kramaric trocken ins rechte Eck ab. Die Führung hatte allerdings nicht lange Bestand. Freiburgs Kapitän Christian Günter zog 94 Sekunden nach dem Rückstand aus 17 Metern ab und traf ins rechte untere Eck zum 2:2 (50.). Das Spiel blieb ausgeglichen, beide Teams hatten ihre Chancen. Nach einer guten Stunde hätte Höler den SC beinahe in Führung gebracht. Eine hohe Hereingabe von Petersen traf er fünf Meter vor dem Tor nicht voll.

Freiburg trifft doppelt innerhalb weniger Sekunden

20 Minute vor dem Ende hatte Hoffenheims Diadie Samassekou Glück, dass er nach einem Foul nicht mit Gelb-Rot vom Platz flog. Der Ärger der Freiburger hielt aber nur kurz an, denn den fälligen Freistoß, den Günter getreten hatte, köpfte Höler zum 3:2 ins Netz (70.). Und nur wenige Momente später erhöhten die Freiburger. Der eingewechselte Jeong, der erst 65 Sekunden auf dem Feld war, nahm ein Zuspiel von Nico Schlotterbeck exzellent an und schob den Ball überlegt zum 4:2 ins Tor (73.). Die Partie schien entschieden, doch Hoffenheims Sebastian Rudy verkürzte nach einem Angriff über die linke Seite kurz vor Schluss auf 3:4 (84.). Den Angriff hatte der eingewechselte Georginio Rutter eingeleitet. In der Nachspielzeit parierte Freiburgs Keeper Flekken erst einen Kopfball, dann hatte Rutter mit dem Nachschuss die große Chance zum Ausgleich, die er aus kurzer Distanz vergab. Es blieb beim Sieg des SC Freiburg.

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