Fußball | Relegation 2. Bundesliga FCK will "das Ding in Dresden ziehen"

Stand: 21.05.2022 12:49 Uhr

Der FCK muss sich in der Relegation mit einem 0:0 gegen Dynamo Dresden begnügen. Ein gefährliches Ergebnis? Das sehen die Roten Teufel anders.

Der Auftrag der FCK-Fans war eindeutig: "Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!" Eines ist klar: Nach dem 0:0 im ersten Relegationsspiel gegen Dynamo Dresden führt am Auswärtssieg kein Weg vorbei, wenn der 1. FC Kaiserslautern den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen will - egal ob nach 90, 120 oder noch mehr Minuten. Denn mit dem Aus der "Auswärtstor-Regel" sind die Zeiten vorbei, in denen sich die Mannschaften mit 0:0 und 1:1 durch die Relegation mogeln konnten. Am Dienstag, 20:30 Uhr (live im Audiostream auf Sportschau.de), heißt es im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion alles oder nichts für den FCK. "Dann wollen wir das Ding ziehen", sagte FCK-Verteidiger Kevin Kraus im Interview mit SWR Sport.

FCK mit Leidenschaft aber ohne Erfolg

Die 46.895 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion peitschen den FCK nach vorne: "Das ist natürlich geil. Als Kind träumt man, vor so einer Kulisse zu spielen", freute sich Marlon Ritter. Es entwickelte sich ein leidenschaftliches Duell mit nur wenigen klaren Chancen auf beiden Seiten. "Wir waren über weite Strecken des Spiels die dominante Mannschaft, hatten viele Torabschlüsse. Wir waren im Endeffekt nicht zwingend genug, haben aber trotzdem ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht", meinte Kraus.

Die Bilder zum Relegationsspiel des FCK gegen Dynamo Dresden

FCK muss im Rückspiel treffen

Trotz der - vor allem in der ersten Halbzeit - wilden Angriffsversuche blieb der FCK ohne Treffer. Das muss sich im Rückspiel ändern. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn jeder Dresdener Treffer könnte die Pfälzer Hoffnung erheblich dämpfen. "Ich glaube, jedes Ergebnis ist gefährlich", meinte Marlon Ritter im Interview mit SWR Sport. Dennoch geht er optimistisch ins letzte Saisonspiel. "Wir haben über 90 Minuten nichts zugelassen. Deswegen bin ich sehr guter Dinge fürs Rückspiel", zu dem mehr als 3.000 FCK-Fans anreisen werden.

FCK-Spieler Ritter nach Relegation: "Jedes Ergebnis gefährlich"

Das sieht FCK-Trainer Dirk Schuster, der vergangene Woche nach turbulenten Tagen Marco Antwerpen abgelöst hatte, ähnlich: "Wir haben Dynamo kaum Chancen gestattet. Wir hatten mehr Tor-Abschlüsse, waren in der Box teilweise zu unentschlossen und haben die falschen Lösungen favorisiert. Aber wie die Jungs ihr Herz auf dem Platz gelassen haben, wie sie geackert haben und an die Grenze der körperlichen Belastbarkeit gegangen sind, macht mich schon sehr optimistisch", sagte der 54-Jährige im Interview mit SWR Sport.

Schuster weiß nur zu gut, was in einer Relegation alles möglich ist: Er vollbrachte 2014 mit Darmstadt 98 das Kunststück, nach einem 1:3 im Hinspiel der Relegation gegen Arminia Bielefeld mit einem 4:2 im Rückspiel in die 2. Liga aufzusteigen. Mit den Lilien marschierte der gebürtige Chemnitzer ein Jahr später sogar bis in die Bundesliga durch. Ein kühner Traum für den FCK, für den es bis Dienstag aber erstmal nur einen Gedanken gibt: "Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!"